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Hotelbewertung

Center Hotel MainFranken in Bamberg

Ein Reisebericht von Sonja Kreß aus Schaftlach

Zwei KurzurlauberSchule und Lernen einerseits, Haushalt und Arbeit andererseits. Puh...doch endlich: Pfingstferien!!! Kurz entschlossen buchte meine Mutter für mich (13 Jahre jung) und sich 5 Tage Kurzurlaub in Bamberg. Wir wollten mal so alles Alltägliche hinter uns lassen. Mit dem Bayernticket ging es am 03.06.2012 über München und Nürnberg günstig und angenehm in unser Zielstädtchen Bamberg. Unsere Unterkunft, das Center Hotel MainFranken, liegt etwa 3 km außerhalb des Stadtkerns, ist aber mit den Stadtbussen super gut zu erreichen. Bereits nach kurzer Fahrt entlockte mir eine fremde, klare und freundliche Kinderstimme ein :„Och, ist das süß !“ Was war denn das? Statt der gelangweilten, gewöhnlichen, computerähnlichen Frauenstimme sagen hier doch glatt herzerfrischende Kinderstimmen die jeweils nächste Bushaltestelle an.

Bamberg - Stadt mit Herz

im unseren ZimmerIm Hotel wurden wir freundlich empfangen und erlebten sogleich die nächste Überraschung : Uns wurde eine Bamberg Card ausgehändigt, von der meine Mutter nicht einmal wusste, das sie diese -zu dem ohnehin günstigen Hotelzimmer- gleich mitgebucht hatte. Insgeheim hatte ich mich eh gewundert, wie meine im letzten Jahrtausend aufgewachsene Mutter es geschafft hatte, den Urlaub über das ihr so fremde Internet zu buchen, braucht sie doch sonst ständig die Hilfe von uns 3 Kindern für sämtliche Aktionen in diesem Medium. Neugierig, wie ich nun mal bin, musste ich als erstes das Hotel genauer unter die Lupe nehmen. Der Empfang gefiel mir ziemlich gut, zumal es hier nicht nur sauber und großzügig ist, sondern auch weil neben der netten Dame ein gefüllter Teller mit leckeren Bonbons stand. Ich konnte in den nächsten Tage nicht daran vorbeigehen, ohne mindestens einmal reinzulangen. Bei jeder Frage, die wir der Empfangsdame stellten, bekamen wir hilfreiche Auskunft, so dass es nicht schwer Bepflanzte Schultütenwar, die richtige Bushaltestelle oder Hinweise für unsere Vorhaben zu bekommen. Im 1. Stock befanden sich zu meiner großen Freude eine Bowlinganlage, Billardtische und andere Spielautomaten. Das war ein richtiger Treffpunkt für Jung und Alt. Ich erkundigte mich sofort und erfuhr, dass die Bahn täglich ab 16.00 Uhr geöffnet ist. Es war auch möglich, sich im dortigen Restaurant verwöhnen zu lassen. Nach fröhlichem Zimmerbezug (diese sind äußerst gepflegt !) pendelten wir wieder mit dem Bus in die Innenstadt und ließen uns durch die netten Straßen treiben. Es war Sonntag, folglich kein Shoppen möglich, doch ich stellte zufrieden fest, dass es in Bamberg alle für weibliche Teenager überlebensnotwendigen Geschäfte wie H&M, S. Olivier, Pimkie, New Yorker... auf gut überschaubarem Gebiet gibt. Diese reihten sich entlang des Grünen Marktes in der hübschen Innenstadt, neben zahlreichen Restaurierte Mauerhistorischen Gebäuden, Fachwerkhäusern und Häuserfronten mit künstlerischen Skulpturen und liebevollen Details. Ich muss zugeben, dass ich meinen morgigen Shoppingplan vor Staunen beinahe vergessen hätte. Wir wurden von dem fremden Dialekt eingelullt und die vielen verniedlichenden Endungen wie -la oder -lä gaben uns fast das Gefühl, im Ausland zu sein, obwohl wir uns ja noch immer in Bayern befanden. Kaum zu glauben! Und obendrein klingen sie nicht nur niedlich, sie sind auch enorm herzlich und hilfsbereit, die „Bambächa“ Bürger.

Der Bamberger Reiter im Dom

Hübsche HausverzierungAm 04.06. klingelte Mamis Wecker um 8.00 Uhr. Oh Schreck! Mitten in der Nacht! Schnell das Kissen auf den Kopf und so tun, als hätte ich nichts gehört! Um 9.15 Uhr wieder das störende Weckerläuten! Meine Mutter war nicht mehr da und wie sich rausstellte, genoss sie bereits in vollen Zügen das reichhaltige Frühstück. Sie hatte Müsli mit frischem Obst, Semmel mit dick Butter und Hagebutten-Biomarmelade, “scrambled eggs“ und Schinken verspeist. Während ich mir dann kurz vor 10.00 Uhr nur noch schnell eine Schmuckes Häuschenhalbe Semmel zwischen die Zähne klemmte. Eine von uns beiden musste ja schließlich auf ihre Linie achten! Zurück im Zimmer setzte ich meinen unterbrochenen Nachtschlaf fort, während Mami satt und zufrieden las. Jede hatte, was sie wollte: Mami ein Buch und Ruhe, ich mein gemütliches Bett und Ruhe. Es war wirklich zum Aushalten dort! Mittags hatte ich endlich ausgeschlafen und war bereit für die angekündigte Stadtführung, die mir meine Mutter abgerungen hatte, natürlich ein in der Bamberg Card enthaltenes Angebot. Der Stadtführer erzählte sehr lebendig, und jetzt habe ich endlich den Bamberger Reiter im Dom, der angeblich in allen Schulbüchern abgebildet ist, „life“ gesehen. Gut so! Dann muss ich das Geschichtsbuch ja nicht mehr in die Hand nehmen! Wir erfuhren viel von Heinrich II und seiner Kunigunde, aber das kann ja jeder, der will, in seinem Stadtführer nachlesen. Nach geschlagenen 3 statt angesetzten 2 Stunden entließ uns der Führer im Rosengarten in der Nähe des Doms. So, jetzt hatte ich mir aber einen Bummel in der Shoppingmeile verdient! Mami konnte es nicht lassen und ist währenddessen noch auf den Michaelsberg gegangen. Da steht wohl auch eine sehr sehenswerte Kirche. Nun gut, jedem das Seine!

Fossilienfunde und wertvolle Kunst

KunstausstellungFür Dienstag, den 05.06. hatte sich meine Mutter gleich ein paar Museen, größtenteils im Rahmen der Bamberg Card ,vorgenommen. Das kann ja was werden! Zuerst schleifte sie mich in das Naturkundemuseum und ich muss zugeben, dass vor allem die in der Frankenalb gefundenen Fossilien beeindruckend waren. Man kann dort in Kalkplatten versteinerte Schnecken, Muscheln, Fische und auch Schildkröten, Saurier und Krokodile sehr gut erhalten vorfinden. Weiter ging es in die Stadtgalerie Villa Dessauer, in der eine Sonderausstellung „Von Picasso zu Beuys“ noch bis 17.06.2012 zu sehen ist. Am besten hat mir das Zebra von Victor Vasarely Kunstausstellunggefallen. Aber ich habe nun auch eine bessere Vorstellung von Hundertwasser, Chagall, Christo, Kandinsky oder eben von Picasso und Beuys erlangt. Pause!!! Bitte Mami, Pause!!! Frisch gestärkt hatten wir zum Glück nur wenige Meter zum E.T.A.-Hoffmann Haus. Gut, dass Bamberg so überschaubar ist! Ich war ja wieder mal sehr skeptisch und trödelte bewusst langsam, um etwas Zeit zu schinden und am besten nie dort anzukommen. Aber hoppla - was erwartete uns denn da Schönes! Ein historisches Reihenhäuschen mit Spiegelkabinett, Zaubergarten und in bunten Scherenschnitten dargestellt das Leben des Künstlers während seiner Bamberger Jahre (1808-1813). Lustig war auch das Loch von seinem Zimmer durch die Decke runter zum Wohnraum...so konnte er alles, was er gerade mal nicht brauchte, runter zu seiner Frau werfen. Praktisch! Ich werde Papi sofort vorschlagen, von meinem Zimmer zu Hause auch so ein Loch nach unten zu bohren, dann geht das Aufräumen schneller!

Die Gärtnerstadt Bamberg

fränkische HausmannskostMehr oder weniger zufällig sind wir abends dann noch in das 4. Museum gestolpert, ins Gärtner-und Häckermuseum. Es hat (für mich unglücklicherweise) bis 20 Uhr auf und Mami musste mal eben noch reinschauen, da es ja bei der guten Bamberg Card inklusive war...oh no! Aber auch dieses war kurzweilig und interessant anzuschauen. Wir Herzwegweiserbekamen Einblick in die Lebensweise und Lebensräume der Gärtner. Nun werde ich mein Leben lang nicht vergessen, dass Bamberg eine Gärtnerstadt ist, in der inmitten der Stadt noch Gartenbau betrieben wird. Unseren letzten ganzen Tag verbrachten wir in der Landesgartenschau. Große Herzwegweiser führten uns bis zum Eingang des Ausstellungsgeländes. Wir erfreuten uns an den vielen farbenfrohen Blumen, Gärten, bemalten und bepflanzten Schultüten, niedlichen Häuschen und an einer mit Legosteinen restaurierten brüchigen Gebäudewand. Ganz zum Schluss bleibt noch kurz die kulinarische Seite Bambergs zu schildern. Mamis Waage und ihr Ausruf sagen alles :“Ach herrje, ich habe 2 kg zugenommen!“ Nun ja, ich hatte Mami in Schnellimbissrestaurants wie den „Kochlöffel „ oder „Mäc Geiz“ gezerrt, abends haben wir dann die gut bürgerliche fränkische Küche genossen, wie z.B. im Biergarten Greifenklau, wo wir unter einem geschlossenen Blätterdach einen herrlichen Blick zur Altenburg hatten. Ich könnte noch viel erzählen, doch vielleicht schnappt ihr euch einfach mal eure Mutter oder euren Vater oder beide, bucht bei Kurzurlaub.de und entdeckt selber in ein paar Tagen diese aufregende, vielseitige und herzerfrischende Stadt Bamberg!

Arrangements dieses Hotels

Gäste berichten - weitere Reiseberichte zu diesem Hotel

Dagmar Mägdefrau
Dagmar Mägdefrau
Dagmar Mägdefrau war zu Gast im 3*** Center Hotel MeinFranken in Bamberg. Lesen Sie was begeistert hat, von barocken Altstädten, ortskundigen Polizisten und dem nördlichsten Pabstgrab. mehr...
Informationen zum Hotel
Hotel-/ Zimmerbeschreibung

Das Center Hotel MainFranken ist verkehrsgünstig am östlichen Stadtrand von Bamberg gelegen. Nur 5 km trennen Sie von der historischen Altstadt. Die 75 komfortabel eingerichteten Hotelzimmer sind alle mit DU/WC, Fön, Radio, Wireless-Lan, Farb-TV, kostenfreiem Sky Sport- und -Filmkanäle, Pay-TV, Wecker, Schreibtisch und Direktwahltelefon ausgestattet. 60 Nichtraucherzimmer stehen zur Verfügung. Alle Zimmer sind mit Fahrstuhl erreichbar. Vor dem Haus sind ausreichend kostenfreie Parkplätze vorhanden. Das Haus verfügt über ein Restaurant, eine Hotelbar und 4 Tagungsräume.

Sport-/Freizeitangebote

Im selben Gebäude befindet sich eine Bowlinganlage mit 22 Bahnen und Billard. Direkt gegenüber ein Tennisplatz, Tennishalle. In der Nähe finden Sie außerdem ein Squash-Center, ein Fitnesscenter mit Sauna, Badminton, eine Indoor-Golfanlage sowie einen Flugplatz mit Rundflügen über Bamberg und sein schönes Umland.

Sehenswürdigkeiten

Bamberg die Kaiser- und Bischofsstadt wurde 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Bamberg bietet viele Sehenswürdigkeiten, wie z.B. "Klein Venedig", das Alte Rathaus, der Bamberger Dom, die Michaelskirche, etc... Viele Museen, alte romantische Gassen und schöne Bierkeller. Vom Center-Hotel MainFranken aus lassen sich interessante Ausflüge z.B. in die romantische "Fränkische Schweiz" mit ihren Burgen und Tropfsteinhöhlen, nach Schloss Seehof, Vierzehnheiligen, Schloss Banz, Coburg, Bayreuth, Schloss Pommersfelden u.s.w. machen. Gerne stehen wir Ihnen für weitere Vorschläge zur Verfügung.
(Alle Angaben vom Hotelier)

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131 Hotelbewertungen im Überblick

4,8 von 6 Punkten 131 Bewertungen für
Das Hotel
4,85
Zimmer
4,66
Service & Personal
5,03
Gastronomie
4,80
Freizeit- und Wellnessangebote
4,28
Lage und Umgebung
5,19
3,67
Bewertet am 04.07.2019
Preishammer - 3 Tage Bamberg erleben

Altersgruppe
5,94 Exzellent
Bewertet am 27.06.2019
Preishammer - 3 Tage Bamberg erleben

Das Personal war freundlich und hilfsbereit. Öffentlicher Nahverkehr in unmittelbarer Nähe, gute Busverbindung.

Altersgruppe 61 und älter