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Hotelbewertung

IFA Hotel Hafendorf Rheinsberg

Ein Reisebericht von Familie Meinke aus Berlin


Oskar im KurzurlaubZuletzt hatten wir Afrika und Asien bereist. Doch nun, wo unser Sohn Oskar auf dieser Erde weilt, sind die Urlaubsorte näher und die Reisedauer kürzer.

Eigentlich war ein klassisches langes Wochenende an der Ostsee geplant. Doch ein Kollege empfahl mir das Hafendorf Rheinsberg – ein angeblich ganz besonderes Hotelerlebnis.

Rheinsberg? Nie gehört.

Aber ein Vier-Sterne-Hotel am südlichen Zipfel der Mecklenburger Seenplatte – das klang durchaus vielversprechend. Angekommen, wirkte das Hotel von außen noch eher unspektakulär. Doch als wir die Hotelterrasse betraten, war sofort klar, was der Kollege mit „ganz besonderes Erlebnis“ meinte.
Da lag tatsächlich ein kleiner Hafen vor uns – hier in Brandenburg ein eher ungewöhnlicher Anblick. Wir fühlten uns sofort in die Szenerie eines skandinavischen Fischerörtchens hineinversetzt – sogar an einen Leuchtturm hatten die Architekten gedacht.
Familie Meinke war also – inklusive des siebenmonatigen Oskars – begeistert.

Das änderte sich auch beim Anblick des Zimmers nicht. Im Gegenteil: Dieses genügte höheren Ansprüchen und vom Balkon aus wirkte der Hafenblick noch idyllischer. Was man deshalb sagen muss: Ein Zimmer mit See- und Hafenblick ist dringend zu empfehlen – auch wenn es ein paar Euro mehr kostet. Aber nur so erlebt man einen besonderen Urlaub.

Terrasse am HafenObwohl das Hotel zur größeren Sorte zählt, ist von allzu großem Trubel keine Spur, so dass man tatsächlich ausspannen kann. Nun hatten wir, dank Oskar, das „Vergnügen“, bereits morgens um 6 Uhr aufzuwachen. Der frühe Spaziergang durch das Hafendorf entschädigte uns für den fehlenden Schlaf. Denn wer einen ähnlichen Sonnenaufgangsspaziergang erleben möchte, muss mindestens nach Schweden oder Finnland reisen. Stille, Hafen, Leuchtturm und See …

Leuchtturm im HafenNatürlich hat das Hotel nicht nur die tolle Aussicht zu bieten. Was besonders auffiel: Das Personal war wirklich nett und hilfsbereit, was man gerade als Berliner zu schätzen weiß. Schließlich ist die Dienstleistungsmentalität in der Hauptstadt nicht besonders stark ausgeprägt. Anders in Rheinsberg: Egal ob Blumen für die Gattin oder kurzfristiges Frühstück aufs Zimmer … „kein Problem, wir kümmern uns darum“.

Ansicht vom HafenGeht es nach meiner Frau, muss auf jeden Fall auch das Wellnessangebot hervorgehoben werden. Während Oskar und ich regelmäßig die Anlage erkundeten, verbrachte Frau Meinke laut eigener Aussage tolle Stunden im Spa-Bereich. Natürlich hat inzwischen fast jedes gute Hotel Wellness-Pakete im Angebot. Doch hier wird offensichtlich ein ganz besonderer Charme versprüht. Denn, um meine Frau zu zitieren, „es wird auf unnötigen Schnickschnack verzichtet“. Stattdessen gibt es besonders nette und gute Behandlungen und Massagen. Sie habe das seltene Gefühl des totalen Willkommenseins gehabt. Der ganze Bereich wirkte wie eine Oase der Ruhe. Man hatte das Gefühl, allein dort zu sein, was keineswegs so war.

Ganz wichtig: Das Essen war morgens und auch abends gut. Obwohl das Hotel nahezu ausgebucht war, fanden wir nie ein leeres Büffet vor. Qualitativ war auch alles in Ordnung, egal ob rustikale oder eher leichte Küche, jeder Geschmack wird ausreichend bedient. Ein Extralob gibt es für die Abendkarte. Wer nicht vom Büfett kosten wollte, konnte auch ein Dinner aus der Küche ordern. Das Angebot ist zwar nicht besondern groß, aber dringend zu empfehlen. Egal ob Fisch oder Fleisch, die Zubereitung war delikat – bei einem wirklich sehr vernünftigen Preis.

Ein Badeparadies

Doch so schön das Hotel und seine Kulisse auch sind. Wer mehrere Nächte gebucht hat, sollte unbedingt auch das Rheinsberger Umland erkunden. Vor allem die umliegenden Seen sind ein Muss für jeden Kurzurlauber. Der große Vorteil dieser Gegend ist das nahezu exklusive Badevergnügen. Denn anders als an der Ostsee ist die Zahl der Touristen hier selbst in der Hochsaison sehr überschaubar.

Blick auf den StechlinseeFalknerUns hatte es besonders der Stechlinsee angetan. Wie auch an den anderen Gewässern kann man praktisch um den gesamten See wandern. Es gibt zwar auch einige klassische Badestellen, an denen sich einige Menschen tummeln. Doch wer allein sein möchte, kann bei der Umrundung an jeder beliebigen Stelle sein Badelager aufschlagen und ins Wasser springen.

Der Stechlinsee ist der perfekte Badesee. Das Wasser ist total klar und es geht nicht sofort in die Tiefe, so dass selbst unser Oskar mit etwas Hilfestellung auf seine Badekosten kam. Der Vorteil zur Ostsee ist aber nicht nur die Ruhe, sondern auch die Umgebung. Schwimmt man hinaus, bietet der Stechlinsee eine beeindruckende idyllische Kulisse.

Die Abgeschiedenheit bezahlt der Urlauber allerdings damit, dass er auf nette Cafes oder Restaurants oft verzichten muss. Doch es gibt sie auch hier, die Geheimtipps. Wir können beispielsweise den Luisenhof in Neuglobsow empfehlen. Dort bekommt man in entspannter Hofladen-Atmosphäre nachmittags leckeren Obststreuselkuchen serviert und auch die Abendkarte kann sich durchaus sehen lassen.

Kultur pur

Was gehört noch zu einem perfekten Kurzurlaub? Ein bisschen Kultur natürlich. Und auch hier hat Rheinsberg – zu unserer Überraschung – einiges zu bieten.

So veranstaltet die Kammeroper Rheinsberg im Sommer seit fast 20 Jahren ein internationales Opernfestival. Tausende Liebhaber klassischer Musik besuchen in diesen Wochen die Open-Air-Vorstellungen vor der Kulisse des Rheinsberger Schlosses.

Blick auf das SchlossApropos Schloss: Die Oper blieb uns aufgrund des Nachwuchses leider verwehrt, doch zu einem ausgiebigen Kulturspaziergang hat es dennoch gereicht. Das imposante barocke Schloss liegt wie gemalt direkt am herrlichen Grienericksee. Um es mit Poesie zu sagen: „Hier verbinden sich Natur, Architektur und Kunst zu einem harmonischen Ensemble.“ Kein Wunder, dass selbst Theodor Fontana vor gut einhundert Jahren seine Inspiration in dieser Gegend suchte.

Der Spaziergang durch den riesigen Schlosspark war gleichzeitig der Abschluss unserer Kurztrips in den Norden von Brandenburg, von wo wir uns eher wehmütig zurück auf den Weg nach Berlin machten.

Unser Fazit war ganz einfach. Es war schön. Wir kommen wieder.

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Informationen zum Hotel
Sich wohlfühlen und entspannen in maritimer Atmosphäre - das können Sie im Maritim Hafenhotel Rheinsberg.
Mit 175 eleganten Zimmern & Suiten, einer großzügigen Wellness Lounge, zahlreichen kulinarischen Angeboten ist das Maritim Hafenhotel Rheinsberg ein idealer Ort zum Wohlfühlen & Entspannen.

... immer eine Reise wert
Es beginnt vor den Toren Berlins und erstreckt sich im Norden bis zur Mecklenburger Seenplatte. Hier, eingebettet in Wald und Wiesen, liegt der staatlich anerkannte Erholungsort Rheinsberg. Dicht genug an der Bundesautobahn, um gut erreichbar zu sein, weit genug davon entfernt, um dem Alltag zu entfliehen.
Im Ruppiner Land können Sie jeden Tag erneut auf Entdeckungstour gehen: Wandeln Sie auf den Spuren Fontanes, besuchen Sie die Sehenswürdigkeiten Preußens oder fahren Sie mit dem Boot durch die grenzenlosen Wasserstraßen und Seen der Region.

Die gesamte Region in und um Rheinsberg ist ein Paradies für Naturfreunde und Kulturinteressierte. Egal ob sie radeln, wandern oder baden möchten, es ist für jeden Geschmack etwas dabei.
(Alle Angaben vom Hotelier)

Maritim Hafenhotel Rheinsberg ansehen

403 Hotelbewertungen im Überblick

5,3 von 6 Punkten 403 Bewertungen für
Das Hotel
5,56
Zimmer
5,41
Service & Personal
5,39
Gastronomie
5,18
Freizeit- und Wellnessangebote
5,15
Lage und Umgebung
4,88
5,50 Exzellent
Bewertet am 19.08.2019
Sommer am Rheinsberger See - 3 Tage

Das Hotel ist sehr schön gelegen und die Anbindung an den See sehr gelungen. An der Sauberkeit gibt es fast nichts zu bemängeln. Allerdings bedürfen die Teppiche im gesamten Haus und die Holzstufen zu den Schlafemporen der Zimmern einer Grund-Sanierung. Empfehlenswert wäre auch über eine Klimaanlage - zumindest für die oberen Schlafzimmer - nachzudenken. Wir kommen trotzdem gerne in das Maritim Hafen-Hotel Rheinsberg zurück.

Altersgruppe 51-60
5,56 Exzellent
Bewertet am 15.08.2019
Sommer am Rheinsberger See - 3 Tage

Altersgruppe 61 und älter