Landhaus Heidehof

Hotelbewertung

Landhaus Heidehof in Dippoldiswalde

Ein Reisebericht von Karin & Peter Hilbert aus Pirna

Familie Hilbert
Familie Hilbert
Idyllisch gelegen und doch ganz nahe der Großstadt Dresden. Das osterzgebirgische Dippoldiswalde, im Volksmund Dipps, bietet vieles, was einen Kurzurlaub zum Erlebnis werden lässt. Also haben wir kurzerhand bei Kurzurlaub.de ein Drei-Tage-Angebot im Landhaus Heidehof am Rande des schönen Städtchens gebucht. Und los geht’s. Binnen einer guten halben Stunde sind wir aus dem Elbtal am Ziel. Und werden überrascht. Das kleine Hotel ist nett eingerichtet. Genauso nett empfangen uns die Inhaber, die selbst am Empfang und in der Gaststube aktiv sind. Auch unser hübsches Zimmer lässt nichts zu wünschen übrig.

102 Stufen hinauf zu königlichem Ausblick

König Johann Turm
König Johann Turm
Am Anfang starten wir erst einmal eine Wellnessrunde. Der Januar hat seine Vorteile. Denn in der hübschen kleinen Sauna unterm Dach sind wir ganz allein, können die Schwitzgänge in Ruhe genießen. So entspannt kann der Abend beginnen. Den läuten wir mit einem Drei-Gänge-Menü ein, das vom Chef selbst serviert wird. Nach Bouillon, Zwergwels und einer leckeren Nachspeise gibt’s noch einen kleinen Plausch mit dem Chef. Der berichtet von der schönen Umgebung und wie sich das Landhaus – auch dank der guten Entwicklung der Stadt – meist nicht über Gästemangel beklagen kann. Gleich am nächsten Morgen eine Überraschung. Als Blick vom König-Johann-Turm
Blick vom König-Johann-Turm
wir noch schlummern, hat ein Flockenwirbel die Gegend in weiß gehüllt. Und so brechen wir gleich nach dem Frühstück auf einem idyllisch verschneiten Weg zum ersten Ziel auf. Das jedoch ganz nah liegt. Nur ein paar Steinwürfe entfernt ragt der König-Johann-Turm am Rande der Dippser Heide auf einer Anhöhe empor. 1886 eingeweiht, erinnert das Idylle am Wegesrand
Idylle am Wegesrand
Bauwerk an den sächsischen König Johann (1854-1873). 102 Stufen kraxeln wir hinauf, um von 430 Metern Höhe den Ausblick zu genießen. Der Geisingberg nahe dem Osterzgebirgskamm und viele andere sind sichtbar. Mit Schildern am Turm sind Namen und Höhen gut erklärt. Bei guter Sicht soll der Blick sogar bis hinüber ins Böhmische und in die Sächsische Schweiz reichen. Ein paar kräftige Züge Gebirgsluft. Und dann steigen wir wieder hinab. In der Salzgrotte mal richtig durchatmen Zum Auftakt Salzgrotte
Salzgrotte
unserer vormittäglichen Dipps-Tour wollen wir erst einmal auf ganz andere Weise durchatmen. Zwar liegt die Stadt im Gebirge – Seeluft gibt es hier aber dennoch. Nämlich in der Salzgrotte von Mario Irmscher im Keller des Ulberndorfer Ärztehauses. Für uns eine ganz neue Erfahrung. Nur mit Socken an den Füßen tauchen wir ein in rötliches Dämmerlicht, steigen erst einmal durch eine tiefe Salzschicht. Eingehüllt in Decken versinken wir nun in Liegen und genießen eine knappe Stunde die salzige Luft. Während die Zug um Zug in unsere Lungen dringt, verwöhnen das leise Plätschern der Wasserkaskaden und sanfte Musik unsere Ohren. Ein guter Anfang unseres kleinen Stadtbummels.

Kleine Stadt mit langer Geschichte

Marktplatz Dippoldiswalde
Marktplatz Dippoldiswalde
Klein, aber fein. Gut herausgeputzt präsentiert sich das Dippser Zentrum mit seinem historischen Altstadtkern. Im 12. Jahrhundert wurde die heutige Stadt als Waldhufendorf gegründet. Durch den einträglichen Silberbergbau kam die Siedlung letztlich zum Stadtrecht. Zuerst bewundern wir das Innere der Stadtkirche St. Marien und Laurentius. das Innere der Kirche
das Innere der Kirche
Farbenfrohe Malereien zieren Wände und Decken. Eine Augenweide. Gleich daneben steht das Schloss, das um 1200 als Markgrafenburg angelegt wurde. Allerdings stammt seine heutige Form aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Der ab 1530 errichtete Mittelbau ähnelt dem Dresdner Schloss, das gut 20 Kilometer entfernt wieder aufgebaut wurde. Übers Altstadtpflaster spazieren wir dann zum Markt mit seinem spätgotischen Rathaus. Liebevoll saniert, präsentieren sich die Altstadthäuser ringsum. Ein kleiner Bummel vorbei an den Geschäften beendet unseren Rundgang. Nach einem gemütlich genossenen Kaffee bricht Ehemann Peter in die Wegschilder
Wegschilder
Dippser Heide auf. Die erstreckt sich auf zwölf Quadratkilometern gleich neben dem Landhaus. Hier gibt es viel zu entdecken. Besonders, wenn man mit Laufschuhen ausgestattet die Gegend erkundet. Inmitten des wunderschönen Waldes laufe ich vorbei an Kiefern, Fichten und Lärchen, genieße die Natur. Der Schnee hat den Waldboden noch nicht ganz erobert. Im Graben neben dem Weg hat sich die teils geschmolzene weiße Decke gesammelt, spiegeln sich die Bäume auf der Wasseroberfläche. Hier kann man schon ganz in seinen Gedanken versinken. Am 6. März 1802 hat eine Jagdgesellschaft in dieser Heide den damals letzten sächsischen Wolf erlegt. Daran erinnert heute noch die Wolfssäule. Doch zu der will ich nicht, sondern zur Barbarakapelle, die mir von den Landhoteliers als besondere Sehenswürdigkeit empfohlen wurden. Gut mit einem gelben Zeichen ausgeschildert ist Weg dorthin an der Rabenauer Straße. Zuletzt noch 300 Meter auf dem abzweigenden Klausenweg, der zurzeit ganz schön matschig ist.

Kapellenruine mitten im Wald

Ruine der Barbarakapelle
Ruine der Barbarakapelle
Nach vier Kilometern habe ich die einstige Kirche erreicht. Im Wald stehen noch die Mauerreste – mitten drin ein steinerner Tisch, trotz der kalten Jahreszeit geschmückt mit Tannenzweigen. Die Kapelle trägt den Namen der Schutzheiligen der einst in diesem Gebiet aktiven Bergleute. Der Dippoldiswalder Schlossherr Siegismund von Maltitz hatte das katholische Gotteshaus 1508 errichten lassen. Das jedoch keinen langen Bestand hatte. Seine streng katholischen Söhne hatten davon erfahren, dass in der Kapelle heimlich evangelische Gottesdienste abgehalten wurden. Also ließen sie schönes Ambiente
schönes Ambiente
die Kirche 1539 zerstören.1882 wurde die Ruine teilweise wieder aufgebaut. Zu Himmelfahrt werden dort wieder Gottesdienste abgehalten, berichtet mir die Chefin, als ich nach der Rücktour noch beeindruckt ins Landhaus zurück komme. Ehefrau Karin hat sich währenddessen bei einer Massage auf andere Weise entspannt. Noch ein Vier-Gänge-Menü zum Abschluss. Frischer Salat, Pilzbouillon, Lendenbraten und dann noch einen Zitronen-Joghurt-Shake. Der Koch muss ein wahrer Künstler sein. „Sie haben uns richtig verwöhnt“, loben wir den Chef. „Das war so beabsichtigt“, kontert er schmunzelnd.

Informationen zum Hotel

Das Hotel in Dippoldiswalde

Landhaus Heidehof

Landhaus Heidehof
Das Landhaus Heidehof befindet sich 20 km südlich von Dresden. Oberhalb der Kreisstadt Dippoldiswalde am Rand der ,,Dippser Heide" gelegen, eröffnet sich von hier aus der Blick auf die sanften Hügel des Erzgebirgsvorlandes, der dunklen Wälder am Kamm und die in der Ferne erkennbaren Felsen des Elbsandstein-Gebirges.

Der Heidehof kann auf eine über 100 jährige Geschichte zurückblicken. 1994 komplett rekonstruiert und erweitert, bietet das kleine 3-Sterne-Hotel den individuellen Charme eines familiengeführten Hotels, gepaart mit der professionellen Leistung eines gut eingespielten Teams.

Die 34 behaglich eingerichteten Doppelzimmer im eleganten Landhausstil verfügen über Dusche/WC, Fön, Selbstwahl-Telefon, Sat.-TV und Radio sowie kostenfreiem Wlan. Weiterhin steht unseren Gästen ein ,,kleiner, aber feiner Sauna/Sanarium-Bereich" zur Verfügung. Dazu werden von sachkundigen Händen verschiedene Therapien und Massagen angeboten.

Das Restaurant mit seiner sehr guten Küche fühlt sich der insbesondere der sächsischen Tradition verpflichtet. Im Seminarbereich mit Tageslicht können Veranstaltungen bis 100 Personen stattfinden.
(Alle Angaben vom Hotelier)

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38 Hotelbewertungen im Überblick

Das Hotel 'Landhaus Heidehof' Hohe Str. 2 01744 Dippoldiswalde, Erzgebirge wurde auf der Grundlage von 38 Hotelbewertungen der angereisten Kurzurlaub.de Gäste mit 5.5 von 6 Punkten bewertet.
Das Hotel 5,8
Zimmer 5,6
Service & Personal 5,8
Gastronomie 5,7
Freizeit & Wellness 5,1
Lage & Umgebung 5,3