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Hotelbewertung

Vila Vita Burghotel Dinklage

Ein Reisebericht von Herrn Dr. Eckhard von Garrel aus Lübbecke

Herr Dr. von GarrelSeid ihr verrückt? Dinklage, wo liegt das denn? Urlaub, wo der Hund verfroren ist ? Man sollte dem Wetter hierzulande, gerade Ende März in die Wärme entfliehen... Solche Bemerkungen hörten wir von unseren Freunden und Bekannten, als wir von unserem geplanten Wochenend -Wellness Urlaub im Vila Vita Hotel in Dinklage erzählten. Aber das, was andere wollen, wollen wir eben nicht: Lange Flugreisen zu den entferntesten Zielen der Welt, geradezu auf der Flucht- vor dem Wetter, vor den Nachbarn und vielleicht vor sich selbst; Rummel und Trubel; Schlachten am kalten Buffett; am Strand liegen wie die Sardinen; in der Sonne liegen und alle paar Stunden gewendet werden, wie die Bratwürste.

Burg Dinklage

auf dem HotelgeländeSo machen wir uns auf den Weg. Unsere Fahrräder befestigten wir auf unserem Autogepäckträger. Kleidung hatten wir nach dem "Zwiebelprinzip" mitgenommen, für jedes Wetter etwas an- und wieder auszuziehen. Bereits nach einer Stunde, sind wir da. Von dem wunderschön gelegenen Hotel sind wir bereits von außen positiv überrascht. Es ist ein wunderschönes Fachwerk-Ensemble, dass uns da empfängt nicht minder freundlich ist der Empfang im Hotel. Man bietet uns gleich eine Führung durch die Räumlichkeiten und den Wellness-Bereich an. Und für unsere Pedelec- Fahrräder gibt es eine eigene "Behausung", schließlich wollten wir die nicht gerade Burgbegehungbilligen Elektrofahrräder nicht gleich am ersten Tag verlieren. Von wegen "Wetter hierzulande". Nach dem Einschecken strahlt uns bereits die Sonne entgegen. Es ist zwar kalt, aber geradezu einladend für hartgesottene Radler. Ein erster Weg führt uns an der Burg Dinklage vorbei. Es ist eine alte Burg , der man sehr wohl ihr Alter ansieht. Bekannt wurde die Burg als Geburtsort von Clemens August Kardinal von Galen, genannt der " Löwe von Münster". Eine Ausstellung vor der benachbarten Kapelle zeigt die Stationen dieses mutigen Kirchenmannes, bis zum derzeitigen Verfahren seiner Seligsprechung in Rom. Bischof von Galen predigte damals im Dom zu Münster gegen die Euthanasie, vor allem die Tötung geistig behinderter Kinder. Nachdenklich, aber doch froh heute und nicht damals gelebt zu haben, radeln wir auf schmalen, aber gut ausgebauten Radwegen nach Lohne.

Schweger Mühle-lohnt sich

Schweger MühleWie schön ist es, die Seele und die Beine baumeln zu lassen. Hierzulande geht alles etwas langsamer, selbst die Autos und die Motorräder, die uns sonst so manches Mal Angst einflößen, fahren hier gemächlich. Dem Tip, zur Schweger Mühle zu fahren sind wir gleich gefolgt. Und es lohnt sich. Wir sehen schon von fern ein wunderschönes Ensemble von neuen Fachwerkhäusern, die um eine alte Mühle gruppiert sind. Liebevoll gestaltete Vorgärten, kunstvolle Eingangstüren und Fachwerke mit verschiedenfarbigen Holzbalken geben uns den Eindruck, in einem Museumsdorf zu Besuch zu sein. Inmitten dieses kleinen Dorfes gib es sogar einen Weiher. Und dem aufmerksamen Beobachter fallen ein Holz-Storch und ein Kinder-Fußballtor von Olli Kahn auf. Hier ist man offensichtlich noch in der guten alten Zeit, als der Storch regelmäßig klapperte und der Damenwelt einen Besuch abzustatten pflegte, und als Olli Kahn noch Nationaltorwart war. Kinder spielen überall, wie wir früher, sozusagen in freier Natur. Hier gab es sie noch in reichlicher Zahl: "Frei laufende Kinder" Es gibt sie also doch, die Rentenzahler von morgen. Auf dem Rückweg erleben wir dann eine andere Seite dieser Landschaft, Hühnermastbetriebe und Gänsefarmen, für Federbetten und Gänse-, Hühner-, Hähnchen und Poularden-Fleisch. Ob die die flächenartig ausgebreiteten Masthallen mit Käfighaltung auf engsten Raum, die uns an einige Berichte über Tier-Skandale in der Presse erinneren, noch in Betrieb sind, können wir nicht sehen. Dem Geruch von Hühnern und Gänsen und eine weiße Landschaft von Gänsen mit der entsprechenden Geräuschkulisse können wir uns nicht entziehen.; eben Natur pur. Ein wohl verdienter Hunger weist uns dann des abends den Weg zum Restaurant des Vila Vita Hotels. Das passende Ambiente mit adäquat gut geschultem Personal empfängt uns. Wie das Essen den vielen anderen Gästen gefällt weiß ich nicht. Mich auf jeden Fall erinnert der Pangasius-Fisch mit den Sellerie-Strunken eher an ein kopiertes Oldenburger Kohlessen mit zähem Kassler. Der Preis steht dafür dann im umgekehrten Verhältnis dazu.

Der "Moor-Papst"

der sogen. Schwamm drüber, oder genauer gesagt ein leckeres tschechische Stavropramen Bier und wir brauchen zum Einschlafen keine Schäfchen, pardon Gänschen mehr zählen. Am nächsten Tag ist Vechta unser Ziel.Über gut ausgebaute Radwege , verbunden mit einer Anzahl von Kreisverkehren, er- fahren wir in einer abgelegenen, aber nicht langweiligen Landschaft, die in ihrer Beschaulichkeit nur von der Autobahn A1 zerteilt wird. Die einzige wesentlich Steigung in der Gegend ist die Brücke darüber. Aber wir sind ja schließlich keine "Bergziegen" sondern eher "Flachland-Tiroler". Vechta ist eine beschauliche Kreisstadt, die es partout nicht schafft aus einer beruhigten Quasi-Einbahnstraße eine Fußgängerzone zu machen, trotz einer neuerlichen Umgehungsstraße. Hier residiert der "Moor-Papst": Das ist der katholische Weih-Bischof des Oldenburger Münsterlandes. Eine Universität, früher einmal pädagogische Hochschule , macht Vechta zu einer richtigen , und wie man hörte, auch beliebten Universätstadt. Ein bißchen geht solch ein Altstadt-Flair der Stadt allerdings ab. Vielleicht ist unser Aufenthalt auch zu kurz, genügend Beobachtungen für eine endgültige Beurteilung zu machen. Ein Bronzepferd, der auch am englischen Hof geschätzten Oldenburger Pferde , entgeht beim Rückweg sehr wohl nicht unseren Augen. Also züchtet man hier nicht nur Hühner, Gänse und Schweine, sondern auch edle, und zuverlässige Pferde. Zurück im Vila Vita wollten wir testen, ob der spanische Name, der soviel heißt wie "Lust auf Leben ". Die Wellness- Abteilung macht dem Namen alle Ehre. Vier Saunen, von warm mit Kräutern bis heiß als Erdsauna, lassen Nichts vermissen, um richtig ins Schwitzen zu kommen. Zum Abkühlen ist ein großes Außenareal bestens geeignet. Hier kann man nun endgültig die Seele baumeln und sich die Sonne auf den Bauch und anderswo scheinen zu lassen.

Das Gute liegt so nah...

StiefmütterchenDass man über eine Art Raucherhof an Zigarretten rauchenden Damen vorbei an die frische Luft tritt, ruft eher unser Mitleid über so viel Unvernunft hervor, als dass es uns ärgert. Ein kleiner Innenpool, in dem man auch einige Schwimmzüge machen kann, rundet den guten Eindruck ab. Schade nur, dass soviel andere Hotelgäste die gleichen Gedanken haben wie wir, wie man dort sagt : "gout goan laaten." Das Abendessen wollten wir an diesem Abend außerhaus genießen. Umsere Suche nach eine Alternative wird mitten in Dinklage belohnt. Hinter der Fassade eines Dorfkruges befindet sich ein schöner und gut besuchter Dorfkrug. Dieses Mal stimmte das Preis-Leistungsgefüge. Sowohl der Zander, als auch die Poularde sind einfach köstlich, die Bedienung freundlich und auch bei der Frage nach dem Unterschied von Huhn, Hahn und Poularde nicht um eine Antwort verlegen. So begeben wir uns am Abend, gesättigt, zufreiden und müde in die Federn. Am nächsten Morgen rundet ein opulentes Frühstück ein gelungenes Wochenende zu zweit und auf dem Lande ab. Und unser Resumee. Warum in die Ferne flüchten, denn das Gute liegt so nah. Und manchmal scheint auch hierzulande die Sonne, während so mancher Urlaub vermeintlich an der Sonne in Wasser fällt.

Arrangements dieses Hotels

Gäste berichten - weitere Reiseberichte zu diesem Hotel

Zwei Kurzurlauber
Zwei Kurzurlauber
Die beiden Kurzurlauber Annette Schmidt und Clarissa Walter waren zu Gast im 4****S Vila Vita Burghotel Dinklage. Lesen Sie was die beiden begeistert hat, von der Schwege Mühle und der Umgebung vom Dümmer See. mehr...
Informationen zum Hotel
Herzlich willkommen im VILA VITA Burghotel Dinklage, einer der ersten Adressen Niedersachsens. Umgeben von Wald und Wiesen präsentiert sich unser 4-Sterne-Superior-Hotel als ,,Idylle im Grünen". Das im typisch norddeutschen Fachwerkstil errichtete Hotel verfügt über 55 geschmackvoll eingerichtete komfortable Hotelzimmer, die den ganz besonderen Charme des Burghotels widerspiegeln.

Zu den Besonderheiten und Highlights zählen die großzügige, von einer Glaspyramide überkrönte Wellnesslandschaft "Burgtherme" mit Beauty-Farm, das Restaurant "Kaminstube" mit anspruchsvoller Küche sowie der hauseigene 54 ha große Wildpark mit Wanderwegen, Trimmpfad, Grillpavillon und Partyhütte.

Ein wahres Paradies für Naturliebhaber, Wanderfreunde, Radsportler und für alle, die einfach nur ein paar unbeschwerte Tage voller Ruhe und Entspannung genießen möchten. Freuen Sie sich auf den ganz besonderen Charme eines Wellness-Hotels der Extraklasse.

In der näheren Umgebung lohnt sich auf alle Fälle ein Besuch der Schweger Mühle sowie der Burg Dinklage. Wer gerne mit dem Fahrrad unterwegs ist, der hat die Möglichkeit, sich im Hotel Fahrräder zu leihen, um Ausflüge zum Dümmer See oder nach Vechta zu unternehmen. Als bequem zu erreichendes Ausflugsziel mit dem Auto empfehlen wir das Museeumsdorf in Cloppenburg sowie ein Stadtbummel durch die Altstadt von Oldenburg. Sie sehen, Ihren Unternehmungen vor Ort sind keine Grenzen gesetzt.

"Manchmal entstehen Dinge, die einmalig sind!"
(Alle Angaben vom Hotelier)

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343 Hotelbewertungen im Überblick

5,5 von 6 Punkten 343 Bewertungen für
Das Hotel
5,58
Zimmer
5,34
Service & Personal
5,58
Gastronomie
5,50
Freizeit- und Wellnessangebote
5,29
Lage und Umgebung
5,27
5,44 Sehr gut
Bewertet am 22.07.2019
Wohlfühltage in der Idylle im Grünen

Altersgruppe
5,63 Exzellent
Bewertet am 07.07.2019
Wohlfühltage in der Idylle im Grünen

Altersgruppe 26-36