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Hotelbewertung von Alfons vom 17.05.2022

4,3 Punkte

Eberhards Relax am Fuß der Schwäbischen Alb - 3 Tage

Zum Beginn des Eincheckens fanden wir zwei Angaben (15:00 und 18:00). Wir kamen um 18:00 Uhr, um nicht einige Stunden warten zu müssen und erfuhren, wir hätten doch gegen 15:00 Uhr kommen können. Beim Bezug des ziemlich abgewohnten Zimmers 320 mit verschlissener Couch (Polstermaterial hängt heraus und ist bereits erheblich ausgebleicht), die Bilder an der Wand sind wohl seit 40 oder mehr Jahren ausgebleicht, die abgestoßenen Stellen an Fenster und Möbel wirken ungepflegt und das Bad ist winzig, stellten wir fest, dass uns als zwei Personen nur ein Kissen und eine Bettdecke zugeteilt worden waren. Beim zweiten Reklamationsversuch war die Rezeption besetzt und man sicherte zu, unsere Bitte nach einer zweiten Bettdecke zu erfüllen. Sofort wurden wir in den Speisesaal geschickt, da unser Abendessen-Termin ohne uns zu fragen jeweils für 18.30 Uhr festgelegt worden war. Abweichungen waren nicht möglich. Das Abendessen bestand aus Convenience-Produkten wie sie in Firmenkantinen der günstigeren Art anzutreffen sind. Die hausgemachte Roulade (eine Fabrik ist auch ein Haus) aus dem Eimer war ziemlich klein und enorm hart (Kantinenjargon: "Tote Maus"). Die Beilagen aus dem Eimer waren nur leicht angewärmt. Es war zwar absolut kein Genuss, aber essbar. Erfreulicher Weise hat man uns ein weiteres Bettzeug zur Verfügung gestellt. An Schlaf war allerdings nicht zu denken, denn genau hinter dem Kissen befanden sich an der Holzrückwand des Bettes einige Schalter für die Decken-, Wand- und Stehleuchten des Zimmers. Einmal Drehen reicht, um das Kissen zu bewegen, das sofort die eine oder andere Lampe aktiviert. Dann sucht man mühevoll, welcher der Schalter wohl verantwortlich war. Da können Sie jeden Schlaf vergessen! Wir versuchten, am Nachmittag jeweils zwei Stunden Schlaf zu finden, bevor wir um 18:30 Uhr wieder zum Convenience-Menü antreten mussten. Auf einen Krustenbraten freut man sich. Dieser "Braten" bestand aus einer etwas angetrockneten Scheibe Kassler, auf die ein Stück Kruste aus dem Eimer gelegt war. Die Beilagen aus dem Eimer schmeckten alt und waren fast kalt. Der "Begrüßungs-Champagner" war nach unseren Geschacksnerven kein Champagner. Wir nahmen allerdings keine Probe für das Labor, sondern ließen die Flüssigkeit stehen. Es könnte ein lange offen gestandener Faber-Sekt gewesen sein oder so etwas ähnliches. Da wir VierSterne-Vergleichsmöglichkeiten jüngerer Zeit zum Beispiel in der Eifel, im Allgäu und in Passau haben, wo wir immer höchst zufrieden waren und Empfehlungen aussprachen, wissen wir, wovon wir sprechen. Auch der aufdiktierte Abendessen-Termin war sehr ärgerlich.Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass das zugesicherte WiFi nicht existierte. Der Herr Jonathan ... an der Rezeption beschuldigte zuerst uns, dann unsere i-Phones, konnte dann allerdings, als wir ihm unsere bestens funktionierenden Geräte zur Verfügung gestellt hatten, keine Verbindung herstellen und tröstete uns. Daheim wird Ihr Gerät wieder funktionieren. Nach unserer Rückkehr erfuhren wir per Mail vom Hotel, dass nicht wir die Blödel sind, sondern dass das WiFi im Hotel nicht funktioniert. Das Frühstücksangebot hatte auf jeden Fall ganz solide Zwei-Sterne-Qualität. Da kann man sich nicht beschweren. Das Bad allerdings war eine Zumutung. Nach dem Toilettengang konnte man nur spülen, nachdem man den Deckel zugeklappt hatte. Der Spüldrücker, den man mit erheblicher Kraft mehrere Zentimeter eindrücken musste, befindet sich hinter dem aufgeklappten Toilettendeckel. Also Deckel zu, spülen, Deckel auf und sehen, was gespült wurde, Bürste einsetzen, Deckel zu und spüleln, Deckel auf und prüfen und so weiter. Das Innenmaß der Dusche betrug wohl etwa 70 x 77 Zentimeter. Man kann sich nicht bewegen. Die Einstiegsbreite beträgt etwa 35 bis 38 Zentimeter. Für beleibte Menschen viel zu schmal. Ich musste meinen Wohlstandsbauch erheblich verkratzen, wenn ich in die Dusche hinein und heraus kommen wollte. Das mag für eine billige Pension oder für ein Zwei-Sterne-Hotel angemessen sein. Vier Sterne sind meines Erachtens absolut unangemessen! Der Preis entspricht einem Vier-Sterne-Haus gehobener Kategorie!

von Alfons 17.05.2022

Antwort vom Hotel:
Sehr geehrte Gäste, Danke für Ihre Anmerkung zu Ihrem Aufenthalt. Zunächst möchten wir bemerken, dass wir keine Speisen aus einem Eimer anbieten, ganz im Gegenteil, wir achten sehr auf die Regionalität und Frische unserer Produkte. Dafür bekommt unsere Küche auch sehr viel Lob von unseren Gästen. Es freut uns jederzeit, wenn Gäste uns auf Details aufmerksam machen, die das Gasterlebnis für künftige Aufenthalte aufwerten. Unser Team ist stets bestrebt, Feedback zu verarbeiten. Wir bedauern sehr, dass Sie mit diesem schlechten Eindruck abgereist sind und uns als Gastgeber die Chance verwehrt haben, direkt vor Ort zu handeln. Gerne hätten wir Ihnen z.B. ein anderes Zimmer angeboten. Wir wünschen Ihnen alles Gute und verbleiben, mit freundlichen Grüßen, Ihr Team vom Biosphärenhotel Graf Eberhard
24.05.2022

Sterne der Hotelstars Union

Biosphärenhotel Graf Eberhard


Bewertung der Bereiche

  • 4,5 Das Hotel
  • 3,3 Zimmer
  • 4,7 Service & Personal
  • 4,0 Gastronomie
  • 5,0 Lage und Umgebung
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