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Hotelbewertung

Hotel Falkenstein

Ein Reisebericht von Heike Orgis aus Radebeul

Heike OrgisNachdem wir Mitte Juli für zwei Tage in Oberwiesenthal waren, studierten wir unsere Kalender und fanden noch ein Wochenende für einen Kurzurlaub...als hätten wir es damals schon geahnt, dass wir dieses Wochenende wirklich zum Erholen brauchten. Vom 30.08. bis 02.09.2012 verweilten wir im Hotel Falkenstein in Falkenstein. Unsere dabei gewonnenen Erfahrungen fasse ich in diesem Bericht zusammen. Für einen zweitägigen Aufenthalt suchen wir uns immer Orte, die schnell erreichbar sind. So stießen wir auf Falkenstein, einer kleinen Stadt im Vogtland. Das Vogtland ist ein wunderbarer Landstrich im Osten Deutschlands. Falkenstein findet ihr auf der Karte südwestlich von Chemnitz, die Tschechische Grenze aber auch Hof sind nicht weit weg. Das Hotel Falkenstein findet man unweit der durch die Stadt führenden Bundesstraße 169. Diese Lage war aber nicht von Nachteil, nachts war es dort sehr ruhig. Selbst die direkt neben dem Hotel stehenden Kirche störte auf keinen Fall, ich kann mich gar nicht daran erinnern, einmal die Kirchenglocken gehört zu haben.

Wichtige Hotelinformationen

Unser ZimmerKurzaufenthalte buche ich total gern über Kurzurlaub.de, so auch diesen. Dieses Mal buchten wir nicht nur die reine Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück, sondern ein Paket, dass zudem noch ein Candlelight-Dinner inkl. einer Flasche Wein, die Nutzung der Tiefgarage, tägliche Nutzung der Sauna und den Eintritt in das Daetz-Centrum enthielt. Dieses Arrangement kostete für uns beide zusammen 183,00 Euro. Am Hotel gab es folgende Parkmöglichkeiten. Entweder man nutzte einen kostenfreien Parkplatz am Hotel oder die mit 10 Stellplätzen nicht sehr große, aber kostenpflichtige Tiefgarage. Für uns war die Nutzung dieser Garage inklusive, uns wurde ein Schlüssel ausgehändigt, den wir den gesamten Aufenthalt in Falkenstein behalten durften. Die Zufahrt zur Garage war unkompliziert, die Tiefgarage lag auf der Rückseite des Hotels. Es handelte sich um ein 3-Sterne-Hotel mit 50 Zimmern, einem Restaurant, einer Sauna, einem Wintergarten, einer kleinen Außenterrasse und 2 Tagungsräumen (können auch als ein Raum genutzt werden). Diese Tagungsräume dienen auch Reisegruppen, die hier ihre Mahlzeiten einnehmen können. Das Buffet wird dann im erwähnten Wintergarten aufgebaut. Der Eingangsbereich war großzügig, die Rezeption war auf direktem Weg erreichbar. Besetzt war die Rezeption von 06:30 Uhr bis 22:00 Uhr, eine Anreise außerhalb dieser Zeit war nicht möglich. Zur Tiefgarage und den Zimmern gelangte man über Treppen oder ganz bequem mittels Lift. Das angebotene WLAN-Netz war lt. Hotelinfo nicht in jedem Zimmer verfügbar. Zudem war die Nutzung des WLAN nicht kostenlos. Für eine Stunde musste man 3,00 Euro, für 5 Stunden 5,00 Euro und für den ganzen Tag 7,00 Euro bezahlen. Das sind Preise, die heute nicht mehr auf dem Stand der Dinge sind. Wir hatten unser eigenes System dabei. Wie in vielen Hotels stand auch im Hotel Falkenstein das gebuchte Zimmer ab 14 Uhr zur Verfügung. Bei der Abreise war das Zimmer bis 11 Uhr zu verlassen. Wer vor 6 Uhr abreisen wollte/musste, wurde gebeten, die Hotelrechnung am Vorabend zu begleichen. Im Hotel sind Haustiere gern gesehene „Gäste“. Es ist allerdings mit einem Aufpreis pro Nacht zu rechnen.Wer mit einem Kleinkind anreisen will, kann sich kostenfrei ein Kinderbett bereitstellen lassen.

Unkomplizierter Check in

im kleinen TiergartenWir waren genau 16 Uhr zu Hause gestartet und kamen gegen 17:30 Uhr beim Hotel Falkenstein an. Ich nannte unseren Namen, wir wurden sehr nett und sachlich begrüßt. Sofort war klar, welches Paket wir gebucht hatten und erhielten die wichtigsten Infos. Da wir das Daetz-Centrum nicht anschauen wollten, wurde uns zugesichert, dass die Eintrittspreise in irgendeiner Form bei der Gesamtrechnung abgezogen werden. Wir hätten bei Nutzung des Daetz-Centrums den Eintrittspreis bezahlen müssen, hätten diesen aber vom Hotel erstattet bekommen. Eine Variante, die man wirklich akzeptieren konnte. Ich musste meine Daten auf dem Anmeldebogen prüfen und dann nur den Bogen unterschreiben. Daraufhin erhielten wir den Zimmerschlüssel, den Garagenschlüssel, einen Umschlag mit einem Begrüßungsschreiben. Zudem wurde uns empfohlen, das im Paket enthaltene Dinner am nächsten Abend in Anspruch zu nehmen, was sowieso unser Plan war. Außerdem erfuhren wir, dass wir uns dann einen Wein aus der Karte aussuchen könnten, der ja auch im Preis enthalten war. Die Frühstückszeiten erfuhren wir natürlich ebenfalls, genau wie den Weg zur Tiefgarage. Die junge Dame an der Rezeption brachte alles sachlich, sehr freundlich und mit gewissem Charme rüber. Sie war uns sofort sympathisch und machte den Eindruck, dass sie genau weiß, wie man einen Hotelgast behandeln musste. Das Parken unseres Autos in der leeren Tiefgarage war schnell erledigt, mittels Lift fuhren wir in die dritte Etage, wo unser Zimmer 309 zu finden war.

Erkundung des geräumigen Zimmers

Botanischer Garten AdorfDer normale Zimmerschlüssel mit nicht zu schwerem und großen Anhänger öffnete unproblematisch die Zimmertür. Und schon standen wir in einem großen und ansprechend eingerichteten Zimmer bzw. im ausreichend großen „Vorraum“. Hier stand ein großer Schrank mit Ablagefläche für Koffer bzw. Reisetasche. Der Stauraum im zweigeteilten Schrank ließ keine Wünsche offen, trotzdem packten wir unsere Tasche wie immer auf Kurzreisen nicht aus. In den Schrankteilen fanden wir einen kleinen Safe (kostenlos), ein Zusatzkopfkissen, reichlich Kleiderbügel und einen Schuhlöffel. Der Safe wird mittels Schlüssel verschlossen, dieser hing am Zimmerschlüssel. Wir verstauten ein paar Dinge darin. Ein paar Schritte weiter befanden wir uns vor dem ausreichend großen Doppelbett mit angenehmen Matratzen und zwei Nachtschränkchen. Weiterhin standen ein großer Eckschreibtisch, ein kleiner runder Tisch, zwei Stühle und ein Schrank mit weiterer Ablagefläche, auf dem auch Flachbildfernseher und Telefon standen, im Zimmer. Alles passte absolut zueinander und macht einen sehr gepflegten Eindruck. Der textile Fußbodenbelag fügte sich hervorragend ins Gesamtbild und sah ebenfalls sehr sauber aus. Mittels unterschiedlicher Lichtquellen konnte man es sich am Abend schön gemütlich machen. Da der Raum über eine große Fensterfront verfügte, war der Raum am Tag schön hell und man konnte in der Nacht für viel frische Luft sorgen. Das Bett ließ uns an beiden Nächten entspannt schlummern und sorgte damit für Erholung. Gegenüber vom bereits erwähnten Kleiderschranksystem ging es in das Bad. Das innenliegende Bad verfügte über eine Wanne mit Klein Vogtland AdorfDuschmöglichkeit und sehr sauberen oder neuem Duschvorhang. Gegenüber der Wanne gab es einen großen Waschtisch mit viel Ablagefläche und einem großen Spiegel. Natürlich gab es auch eine Toilette. Am Waschbecken und bei der Wanne gab es je einen Spender mit Flüssigseife/Shampoo/Duschgel. Dieses fand ich gut, duftete sehr angenehm und bereitete mir keine Hautprobleme. Zwei gläserne Zahnputzbecher, ein gefüllter Kosmetiktuchspender und ein Haartrockner vervollständigten das Bad. Für jeden hing ein Handtuch und ein Duschtuch in einem aprikotfarbenem Ton bereit, auch ein Duschvorleger fehlte nicht. Das Bad war bis auf ein dunkles Haar auf dem Waschtisch sehr sauber. Schön fand ich, dass das heiße Wasser beim Duschen und am Waschbecken sehr schnell zur Verfügung stand. Über den Lichtschalter des Badezimmers wurde auch die Ablufteinrichtung aktiviert, die sich aber nach einer gewissen Zeit ausschaltete, auch wenn ich noch im Bad war. Das fand ich gut, weil mich das Geräusch solcher Einrichtungen oft stört. Am nächsten Tag wurden die Betten gemacht und das Bad gereinigt.

Gesundes und reichhaltiges Frühstücksbuffet

das HotelrestaurantDas Restaurant inklusive kleiner Bar befand sich in der Lobby, wirkte aber dank angenehmer Abtrennung nicht bahnhofsmäßig, sondern sehr gemütlich. Das lag sicher auch an der angenehmen Bestuhlung. Hier haben wir am ersten Abend à la carte gespeist, die Speisen- und Getränkeauswahl war übersichtlich, machte aber einen hervorragenden Eindruck. Neben regionaler, also vogtländischer Kost, gab es internationale Speisen zu erschwinglichen Preisen. So bestellten wir uns ein Riesenschnitzel mit Bratkartoffeln und Mischgemüse und ein Siebenbürger Holzbrett mit Bohnen, Schweinenackensteak, Speck und gegrillten Würstchen auf Bratkartoffelbett. Beide Speisen zusammen haben nicht einmal 17 Euro gekostet und waren in Bezug auf Menge und Qualität sehr gut. Vorher gab es aber erst einmal einen Gruß aus der Küche, dem sogenannten Amuse Gueule. Dieses war ein kleiner Cocktail aus Heringsgabelbissen und Krabben. Mein Mann war für so etwas absolut nicht zu begeisteren, erwähnte es natürlich, wollte aber keine Alternative. Ich zog mir das zweite Portiönchen schon an Land, da kam auf einmal ein Ersatzgruß, zwei kleine Scheibchen Brot mit Fett und toller Garnitur. Wow, das war schon mal ein wunderbarer Service. Ich habe trotzdem zwei dieser fischlastigen Cocktails verputzt, es hat mir richtig super geschmeckt. Als Getränk wählte mein Mann Wernesgrüner Pilsner (Wernesgrün ist nur wenige Kilometer von Falkenstein entfernt) für 3,20 Euro (0,5 l), ich bevorzugte einen Schoppen Müller Torgau zu 3,50 Euro (später noch einen zweiten). Zur Verdauung gönnten wir uns einen regionalen Vogelbeerlikör (4 cl = 3,20 Siebenbürger HolzbrettEuro), ebenfalls ein leckeres Gesöff. Im bereits erwähnten Restaurant wurde täglich von 06:30 Uhr bis 10:00 Uhr das Frühstück in Buffetform bereitgestellt. Für mich ist das Frühstück ein wichtiges Kriterium bei der Hotelbewertung und hier kann ich schon verraten, dass wir an beiden Tagen sehr zufrieden und gut gesättigt in den Tag starten konnten. Folgende Leckereien standen zur Auswahl: Verschiedene Brot- und Brötchensorten, Knäckebrot, Zwieback, Becel und Butter (portioniert und abgepackt), eine angenehme Auswahl an Wurst- und Käseaufschnitt, Käse-Wurst-Salat, Zerealien, Milch, Natur- und Fruchtjoghurt, gekochte Eier, Brie, abgepackter Frischkäse, frisches Obst (Äpfel, Aprikosen, Nektarinen, Wassermelone), drei Sorten Fruchtmarmelade in schönen Gläsern, Honig und Schokocreme in abgepackter Variante, Diätmarmelade, drei Sorten Saft, Wasser. Am Sonntag gab es zusätzlich Rührei, Obstsalat und ein noch umfangreicheres Angebot an Wurst und Käse. Uns hatte der Aufbau des Buffets und damit die Präsentation der Speisen und Getränke super gut gefallen. Kleine Schilder bei den Speisen und Getränken verhinderten, dass irgendwelche Fragen aufkamen. Alle angebotenen Speisen und Getränke waren von sehr guter Qualität, besonders aufgefallen sind uns die kleinen mit Meerrettich gefüllten Schinkenröllchen. Der Kaffee wurde in kleinen Kännchen serviert, wer lieber Tee trinkt, ordert diesen ebenfalls beim Servicepersonal. Wir wurden bereits am Morgen sehr gut umsorgt und konnten am Sonntag den noch schön dekorierten Tisch vom Vorabend vom Candlelight-Dinner nutzen. Es gab keine Situation, zu der irgendetwas am Buffet fehlte. Das von uns benutzte Geschirr wurde zeitnah abgeräumt, ohne dass ständig jemand um uns herum wuselte. Ich mag es nicht, wenn ständig Personal in meiner Nähe ist und nur mal einen Teller abräumt. Es war ausreichend Platz auf den Tischen, so dass getrost mal ein schmutziger Teller stehen bleiben konnte. Die von mir gehassten Tischabfalleimer waren hier leider vorhanden, ich ignoriere sie inzwischen und damit lebt es sich am besten.

Vortreffliches Candlelight-Dinner

für das Dinner eingedecktDas in unserem gebuchten Paket enthaltene Candlelight-Dinner nahmen wir am zweiten Abend wahr. Eine Zeit war nicht vereinbart, gegen 18 Uhr gingen wir einfach in das Restaurant. Wir hatten schon vorher gesehen, dass ein Tisch sehr schön eingedeckt war, dieser war dann tatsächlich für uns gedacht. Auf dem Tisch stand eine Faltkarte, auf dem die Menüfolge notiert war. Diese will ich Ihnen nicht Amuse Gueulevorenthalten: Amuse, ein kleiner Gruß aus der Küche, Hausgebeiztes Lachsforellenfilet an Zitronen-Meerrettich-Vinaigrette, Medaillons vom Schweinefilet mit frischen Pfifferlingen in Rahm, Broccoliröschen und Herzoginkartoffeln, Eisdessert „Gelbe Pflaume – Tonkabohne* mit frittiertem Rucola. Was wir lasen, sprach vor allem mich an. Mein Mann war in Bezug auf die Vorspeise nicht so begeistert, er mag fast nie Fisch und fragte vorsichtig an, ob es eine Alternative gab. Die Dame vom Service begab sich umgehend in der Küche, kam zügig wieder und fragte, ob die Alternative Hirschschinken akzeptabel war. Das war natürlich eine tolle Alternative. Ich wollte unbedingt die hausgebeizte Lachsforelle probieren und blieb bei dieser Variante. Wir hatten zum Dinner eine Flasche Wein inklusive, gemeinsam mit der jungen Dame vom Service entschieden wir uns für einen südafrikanischen Weißwein. Es war nicht der teuerste aus der Karte, aber man war ja nicht unverschämt. Die Weinwahl war für unseren Geschmack genau richtig. Zum Wein orderten wir noch eine große Flasche Wasser medium. Beide Getränke wurden zügig in je einem Flaschenkühler serviert. Ich probierte den Wein und fand den Geschmack sehr frisch und passend. Daraufhin wurden unsere Gläser gefüllt, natürlich nicht zu voll. Der Gruß aus der Küche ließ nicht lange auf sich warten. Dieses Mal handelte es sich um ein kleines Stück hausgebackenen Zwiebelkuchen mit einer sahnigen, aber doch leichten Soße. Die Art des Anrichtens gefiel uns, der Geschmack der Speise war hervorragend. Alle Zutaten waren wunderbar aufeinander abgestimmt. Wir hätten noch mehr davon essen können, doch es warteten noch drei Gänge auf uns. Die Vorspeise wurde serviert und wir waren begeistert. Schon wie Fisch bzw. Schinken auf dem Teller angerichtet waren, gefiel uns außerordentlich. Wir erhielten übrigens noch ein kleines Körbchen mit Baguettesscheiben. Ich probierte die gebeizte Lachsforelle und spürte eine gewisse Zartheit, keinen fischigen Geschmack. Diese Lachsforelle sah zwar aus wie Räucherlachs, war aber wesentlich milder im Geschmack. Die dazu in einem hübschen Schälchen servierte Vinaigrette war meerrettichlastig, so wie ich es mag und wie es auch zu dieser Art Fisch passte. Die Zitrone hielt sich geschmacklich Vorspeise zum Dinnerim Hintergrund, was mir ebenfalls zusagte, weil das Ganze so sehr rund rüberkam. Auch mein Mann war absolut zufrieden. Zu den Hirschschinkenstückchen wurde ihm ein Schälchen mit einem fruchtig-scharfen Sößchen gereicht. Ich musste natürlich probieren und bemerkte, dass auch hier beides perfekt harmonierte. Auf meinem Teller lagen noch zwei Kapernfrüchte, ich mag sie total und sie passten richtig gut zum Gesamtkonzept. Mein Mann sein Teller dagegen war neben Preiselbeermarmelade mit ein paar Kulturheidelbeeren garniert. Auch hier gab es weder optisch noch geschmacklich etwas auszusetzen. Da wir auch beim beigestellten Brot zulangten, spürte ich bereits eine gewisse Sättigung. Aber, das Menü war noch nicht zu Ende - zum Glück, denn nun kam das Hauptgericht. Ich hatte vor ein paar Tagen schon mal Appetit auf Pfifferlinge und nun konnte ich welche genießen. Sie waren nicht zerkocht oder zerbraten, sondern hatten noch einen gewissen Biss. Der Geschmack erinnerte mich an frühere Zeiten, zu denen mein Vater zentnerweise Pilze aus dem Wald anschleppte. Pfifferlinge bergen immer ein Problem in sich, nämlich, dass sie etwas knirschen, weil man den Sand nur schlecht abwaschen kann. Und Waschen ist bei Pilzen sowieso nicht gut, weil sie Wasser unheimlich schnell aufsaugen. Aber, ich hatte keine knirschenden Pfifferlinge, sondern welche, die wirklich wunderbar waren. Der Rahm war überhaupt nicht schwer und geschmacklich ebenfalls nicht übertrieben. Die drei Medaillons waren innen noch ganz leicht rosa, der Broccoli hatte auch noch Biss und die Herzoginkartoffeln waren mir einfach zu viel, passten aber perfekt dazu. Das ganze Hauptgericht schmeckte sehr rund. Wären die Teller vorgewärmt gewesen, wäre alles länger warm geblieben. Das ist ein kleiner Kritikpunkt, den wir beim Personal auch sachlich anbrachten. Normalerweise war ich an dieser Stelle wirklich satt. Die Portionen waren nicht übermäßig groß, aber auf Grund der Speisenfolge hatte sich mein Magen doch schon gut gefüllt. Doch das Dessert wollte ich unbedingt probieren. Haben Sie schon mal Eis mit frittiertem Rucola gegessen? Ich bis dahin jedenfalls noch nicht. Diese Kombination machte mich wirklich neugierig. Und dann war es soweit, das Dessert wurde serviert. Zwei Kugeln gelbes Eis mit grünem Zeug drumherum, dazu mit Kakao bestäubte Sahne. So würde man es normalerweise und eher das leckere Dessertprimitiv beschreiben. Doch es war bei Weitem viel mehr. Das Eis war von fester, dicker Konsistenz, aber nicht zu hart. Die gelbe Farbe gefiel mir, in Bezug auf den Geschmack war es fruchtig, nicht zu süß und Tonkabohnen waren wirklich enthalten. Das Eis allein würde es aber nicht machen, der frittierte Rucola hatte durch sein Fettbad die Schärfe verloren. Zu schmecken war nur noch das Nussige, was den Rucola ebenfalls auszeichnete. Zudem war das „Kraut“ knusprig, knackig und bröselte ein wenig. Ich war begeistert. Die Sahne hätte ich nicht gebraucht, habe sie trotzdem aufgegessen, weil auch diese nicht zu süß war und damit perfekt dazu passte. Die beiden Eiskugeln saßen übrigens auf je einem Butterkeks, die meiner Meinung nach auch hausgebacken waren. Den zweiten Keks musste ich verweigern, er passte beim besten Willen nicht mehr in meinen Magen. Doch, dank meines Mannes musste er nicht in den Müll wandern. Leute, dieses Dessert hat mich echt vom Hocker gerissen. Nein, nicht nur das Dessert, das ganze Menü hat uns "umgehauen", es war absolut stimmig. Zwischendurch wurden unsere Wein- und Wassergläser wieder aufgefüllt. Wir fühlten uns die ganze Zeit rundum gut versorgt und sauwohl. Die Zeit verging wie im Flug, auf einmal war es gegen 20 Uhr. Ein Verdauer war fällig, dieses Mal wählten wir je einen Vogelbeerschnaps, der uns auch schmeckte, aber nicht mit dem Likör vom Vortag vergleichbar war, was er sicher auch nicht sollte. Etwas später orderten wir noch je einen doppelten Espresso und die Rechnung. Diese war übersichtlich, weil ja nur die Getränke fällig waren. Die junge Dame vom Service erhielt ein angemessenes Trinkgeld, die Rechnung ließen wir auf das Zimmer schreiben.

Wernesgrün, Klingenthal und Co.

die VogtlandarenaFür den Samstag stellten wir uns eine Rundtour zusammen, dafür fanden wir ausreichend Infomaterial im Empfangsbereich des Hotels. So kamen wir durch verschiedene Orte, vorbei an herrlichen Waldgebieten, in denen es sich garantiert wunderbar wandern ließ. Markneukirchen ist als Musikstadt bekannt, hier konnte man sich bei Interesse sehr gut über die frühere und heutige Herstellung von Musikinstrumenten informieren. Unsere Tour führte uns auch nach Klingenthal, der Sportstadt des Vogtlandes. Hier steht seit ein paar Jahren die Vogtlandarena, wir haben uns dort umgesehen. Die große Schanze ist absolut sehenswert, nicht nur im Winter. In Wernesgrün steht die bekannte Brauerei, diese konnte man leider nur nach Voranmeldung besichtigen. In Schneckenstein gibt es ein Besucherbergwerk, hier werden mehrmals täglich Führungen angeboten. Gegen 15 Uhr waren wir wieder im Hotel, machten uns ein wenig frisch und zogen noch einmal zu Fuß los. Doch vorher fragten wir an der Rezeption nach, ob es einen Stadtplan gab und was man in Falkenstein besichtigen kann. Wir bekamen von der junge Dame wunderbare Auskünfte und einen Stadtplan. Besonders hervorheben will ich den Tipp in Bezug auf den kleinen Tiergarten. Dieser war in wenigen Minuten vom Hotel zu Fuß zu erreichen und absolut sehenswert. Am Abreisemorgen frühstückten wir in Ruhe, packten die wenigen Sachen zusammen und begaben uns zur Rezeption. Ich gab Zimmer- und Tiefgaragenschlüssel ab. Die Rechnung war selbstverständlich schon fertig, auch unsere im Restaurant gegengezeichneten Rechnungen lagen bereit. Da wir das Daetz-Centrum nicht besichtigten, wurden von einer dieser Restaurantrechnung zweimal 5 Euro abgezogen. Hier wird sich mancher erinnern, dass ich eingangs von 8 Euro Eintrittspreis pro Person geschrieben habe, das ist richtig. Wir finden es absolut in Ordnung, dass uns insgesamt "nur" 10 Euro erstattet wurden. Ich denke, das Hotel wäre nicht wirklich dazu verpflichtet gewesen. Das Hotel akzeptierte Bargeld, EC-Karte und die gängigen Kreditkarten. Leider funktionierte die Technik an diesem Morgen nicht, so dass ich unsere Rechnung bar begleichen musste. Das Hotel Falkenstein war für uns ein perfekter Aufenthaltsort. Wir fühlten uns von der Ankunft bis zur Abreise sehr wohl und gut versorgt. Zimmer, Verpflegung, Dinner, Service - alles stimmte. Obwohl es wirklich nur ein kurzer Aufenthalt war, fühlten wir uns danach sehr erholt. Wieder einmal haben wir ein guten Griff bei Kurzurlaub.de gemacht. Und auch der nächste Kurzurlaub wird über diese Plattform gebucht.

Arrangements dieses Hotels

Informationen zum Hotel
Unser Haus verfügt über 50 Doppelzimmer, die jeweils auch zur Einzelnutzung buchbar sind. Parkplätze, Tiefgaragenplätze, sowie zwei Busparkplätze stehen Ihnen zur Verfügung. Die Zimmer laden zum Wohlfühlen ein: mit dem Lift erreichbar, geschmackvoll eingerichtet und ausgestattet mit Bad/ Badewanne, WC, Föhn, Sat-TV und ISDN-Telefon. Alle Zimmer verfügen über kostenfreien W-Lan Zugang. Mit verschiedenen Zimmerkategorien richten wir uns auf unsere Gäste ein: Nichtraucherzimmer, Ladyrooms, Twinbett-Zimmer...Unsere hauseigene Sauna steht Ihnen für entspannende Stunden zur Verfügung. Gern können Sie die Sonnenstunden des Tages auch auf unserer kleinen Terrasse genießen. Das Abendessen servieren wir Ihnen in Form einer Halbpension. Unser junges, aufgeschlossenes Team setzt alles daran, Ihren Aufenthalt so schön, wie möglich zu gestalten.Wir bitten unsere Gäste, bis spätestens 21.00 Uhr anzureisen.
(Alle Angaben vom Hotelier)

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67 Hotelbewertungen im Überblick

5,2 von 6 Punkten 67 Bewertungen für
Das Hotel
5,29
Zimmer
5,09
Service & Personal
5,31
Gastronomie
5,09
Lage und Umgebung
5,03
6,00 Exzellent
Bewertet am 17.10.2020
Darf´s ein bisschen mehr sein? im Vogtland inkl. Halbpension

Sehr schönes und gepflegtes Hotel. Die Gastronomie ist super organisiert und das Essen perfekt. Das gesamte Personal ist freundlich und zuvorkommend. Es gibt ausreichend kostenfreie Parkplätze .

Altersgruppe
4,86 Gut
Bewertet am 16.10.2020
Darf´s ein bisschen mehr sein? im Vogtland inkl. Halbpension

Altersgruppe