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06. August 2021

Warum jeder verreisen sollte – positive Effekte des Reisens

„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“ Aurelius Augustinus
Egal ob einmal über den großen Teich oder nur in die Nachbarstadt – reisen macht jedes Mal was mit uns. Im Grunde geht jeder von uns jeden Tag auf Reisen. Nämlich genau dann, wenn man vor die Haustür tritt. Ja, du hast richtig gelesen, beim Reisen geht es nicht zwangsläufig um die Distanz, sondern um die eigene Einstellung. Reisen heißt erleben, entdecken, offen für Neues sein und sich treiben lassen. Wer regelmäßig reist, sich also in diesen Zustand der Weltoffenheit und Neugierde begibt, wird langfristig positive Veränderungen spüren. Welche das sein können, erzähle ich dir jetzt anhand meiner eigenen Erfahrungen.
Segelboot auf dem Meer bei Sonnenuntergang
Segelboot auf dem Meer bei Sonnenuntergang

„Was ist Reisen? Ein Ortswechsel? Keineswegs! Beim Reisen wechselt man seine Meinungen und Vorurteile.“ Anatole France

Wer reist, der hat was zu erzählen!

Mit folgender Situation können sich bestimmt viele identifizieren: Man ist in eine neue Stadt gezogen. Am Anfang ist alles noch sehr aufregend. Man lernt neue Leute kennen, erzählt ihnen, wo man herkommt, was man so mag und wer man so ist. Den Freunden in der alten Heimat berichtet man von seinem neuen Leben, den Orten, den Menschen und den Erlebnissen. 

Alles ist anders, alles ist aufregend. Man baut sich seine eigene kleine Welt von Grund auf neu. Aber nach einiger Zeit, wenn das soziale Netz ausgebaut ist und die Straßen vor dem Haus nicht mehr ganz so fremd, sondern Alltag und Zuhause geworden sind, verlieren wir etwas. Wir verlieren den Blick für das Besondere, es gibt weniger zu erzählen, weil wir weniger erleben und weniger wahrnehmen.

Der Alltag schleicht sich ein und der Filter, durch den wir unsere Umwelt wahrnehmen, wird immer undurchlässiger. Im Tunnelblick entdeckt man nichts Neues mehr. Alle Fotos wurden schon mit allen geteilt, jeder weiß alles über dich – es fehlt einfach an Gesprächsstoff. Wenn dann der Punkt erreicht ist, an dem man anfängt, sich bei einem Glas Wein mit seinen Freunden über das Wetter und den öffentlichen Nahverkehr zu unterhalten, ist es höchste Zeit, die Reißleine zu ziehen! 

Reisende steht am frühen Morgen am Strand und schaut auf den Horizont
Reisende steht am frühen Morgen am Strand und schaut auf den Horizont

Jetzt heißt es: raus. Egal wohin, einfach weg. Neue Geschichten finden. Denn wer reist, der hat was zu erzählen, und wer was zu erzählen hat, dem hört man gerne zu. Nicht zuletzt erfrischt jedes Urlaubsabenteuer – und sei es noch so klein – den Blick für den Alltag noch lange Zeit nach deiner Rückkehr.

Kurzum: Mit einer kleinen Auszeit tust du dir nicht nur für den Moment etwas Gutes, sondern kannst auch noch Wochen danach von deinen außergewöhnlichen Erlebnissen und besonderen Stunden zehren und berichten. Noch heute erzähle ich gerne von meiner Wanderung auf Mallorca oder dem Lagerfeuer an einem einsamen Ostseestrand. Es gibt nichts Schöneres, als eine Unterhaltung mit ein paar Reiseanekdoten aufzuwerten. 

Gruppe von Freunden sitzen abends am Lagerfeuer am Ostseestrand
Gruppe von Freunden sitzen abends am Lagerfeuer am Ostseestrand

Spannende Geschichten warten überall auf dich, du musst nur losziehen, um sie zu finden! Ein kleiner Profi-Tipp: Im Rückblick sind Sonnenuntergänge immer farbenprächtiger, das Meer klarer und die Temperaturen angenehmer, als sie tatsächlich waren. Also trau dich ruhig, mit deinen Erzählungen ein wenig zu übertreiben und Geschichten dramatisch auszuschmücken, denn das ist es, was am Ende einer Reise bleibt: lieb gewonnene Erinnerungen – und die sollen doch so schön wie möglich im Gedächtnis bleiben. Wer nicht so gerne mit Anekdoten prahlt, der greift einfach zu Stift und Papier. Ein Reisetagebuch hilft dir, die besten Erlebnisse festzuhalten und dann wieder hervorzukramen, wenn das Fernweh ruft.

Reisende genießt den weiten Blick in die Ferne
Reisende genießt den weiten Blick in die Ferne

„Eine Nacht im Grand-Hotel ist Luxus für den Körper. Eine Nacht unter dem Sternenzelt ist Luxus für die Seele.“ Till Eitel

Egal was du tust, so schnell geht die Welt nicht unter. Also lieber mal entspannt durchs Leben gehen.

Wir leben in einer extrem stressigen Zeit. Alles muss „höher, schneller und weiter“ kommen – Selbstoptimierung und Effizienz bis zum bitteren Ende. Burnout ist zu einer offiziell anerkannten Krankheit geworden und die Work-Life-Balance hängt bei vielen Menschen extrem schief in Richtung „Work“. Um da nicht völlig am Rad zu drehen, ist eine kleine Auszeit ab und an unabdingbar. Dabei geht es gar nicht darum, richtig weit wegzufahren. Oft genügt es, in diesem Hamsterrad kurz innezuhalten, mal wieder abzuschalten und das Leben zu genießen.

„Kein Ziel, kein Plan, aber fantastisches Wetter, wir brauchen nicht viel, nur Fanta und Pappbecher“, singt der deutsche Rapper Casper in einem seiner Songs und trifft damit den Nagel auf den Kopf: Es braucht nicht viel, um Erholung zu finden. In diesem Fall geht es nicht darum, weit wegzureisen um einen positiven Effekt zu spüren. 

Wanderer macht eine Pause und blickt auf einem Felsen hockend in die Ferne
Wanderer macht eine Pause und blickt auf einem Felsen hockend in die Ferne

Ein Wochenende mit Freunden, eine zweitägige Wanderung, einmal Zelten am See und zurückreicht vollkommen: Kurz, spontan umsetzbar, preisgünstig, dafür logistisch umso effizienter und erholsamer für deine alltagsgeplagte Großstadtseele. Quality time nennt man diese kleinen Ausbrüche aus dem Alltag. Egal ob alleine oder mit Partner und Freunden, bei mir wirken diese Wochenendtrips Wunder. Ich merke, wie ich förmlich neue Kraft tanke, wenn ich den Alltag ein paar Stunden vergesse und mich darauf besinne, nur im Hier und Jetzt zu leben. 

Die kindliche Neugierde kommt zurück, genau wie die Abenteuerlust. Wir werden wieder sechzehn, klettern auf Bäume, schwimmen in viel zu dreckigen Seen, laufen barfuß durchs Gras und freuen uns über angekohltes Stockbrot vom Lagerfeuer – ganz ohne Staufallen und Flughafenfrust. In Naherholungsgebieten oder im benachbarten Ausland urlaubt es sich oft stressreduzierter als in touristischen Hotspots, die ein lange Anreise erfordern.

Diese innere Zufriedenheit, die uns auf solchen Reisen überkommt, kann man direkt in den Alltag mitnehmen. Denn: Uns fehlt es heutzutage an einer gesunden Portion Gelassenheit. Wir machen uns viel zu oft viel zu viel Stress wegen viel zu vieler unwichtiger Kleinigkeiten. Dabei soll das Leben doch Spaß machen! Klar – arbeiten ist ein nicht unerheblicher Teil unseres Lebens, aber warum immer alles so dramatisch sehen? Einfach mal chillen oder fünfe grade sein lassen und dann lieber in den Momenten, in denen es wirklich zählt 120% geben. 

Reisende liest ein Buch in einer Hängematte liegend
Reisende liest ein Buch in einer Hängematte liegend

Lange Rede kurzer Sinn: Reisen hilft, den Alltag zu vergessen und mit neuen Prioritäten gesund und entspannt durchs Leben zu gehen.

„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“ Johann Wolfgang von Goethe

Für eine weltoffene Gesellschaft – Reisen macht tolerant

In Deutschland wird viel über Migration diskutiert. Was in den großen Städten schon lange ein Thema ist, wurde durch die Flüchtlingskrise in die kleinen Städte und Dörfer der Bundesrepublik getragen. Syrien, der Libanon, Tunesien oder Marokko sind alles Länder, die man aus den Nachrichten kennt, die man aber selbst noch nie gesehen hat. Das Gleiche gilt oft auch für andere klassische Immigrationsländer wie z.B. China, Vietnam oder die Türkei. Wir sehen in Deutschland zunehmend Menschen mit anderer Hautfarbe, anderer Religion und anderem kulturellen Hintergrund auf den Straßen. Das ist gut so, denn der interkulturelle Austausch ist eine wunderbare Sache und ein großes Privileg unserer globalisierten Welt, was wir allerdings oft nur wenig zu schätzen wissen. 

Auf der einen Seite freuen wir uns über exotische Restaurants mit fremdartigen Delikatessen, auf der anderen Seite wissen wir nahezu nichts über die Menschen hinterm Tresen einer Dönerbude oder im Asia-Imbiss. Wir verstehen ihre Sprache nicht und können höchstens mit ein paar schwachen Eckdaten zu ihrem Land und ihrer Kultur aufwarten.

Hier setzt der nächste positive Effekt einer Reise an: Reisen hilft gegen Ignoranz. Wer in fremde Länder fährt, sich beispielsweise die Heimat der Menschen anschaut, die nach Deutschland kommen, der entwickelt Verständnis oder zeigt zumindest Interesse an den Geschichten dieser Personen. Wer weltoffen ist und viel herumkommt, der versteht, dass das Leben in anderen Ländern weitaus beschwerlicher sein kann, als es in Deutschland der Fall ist (und ich rede jetzt nicht nur von den ganzen Kriegsgebieten, die es auf unserer Erde gibt). 

Reisen bildet, reisen schafft Toleranz und öffnet den Blick für das Leben in anderen Ländern. Denn jedes Land hat seine eigene Geschichte, seine eigene Vergangenheit, das es geprägt hat. Wer sich auf Reisen begibt, lernt, dass es mehr da draußen gibt als die eigene Kultur. Diese Offenheit gegenüber Neuem führt am Ende zu einem friedlichen Zusammenleben und zu gegenseitiger Bereicherung.

Als ich das erste Mal in eine andere Kultur eintauchen durfte, war ich wie berauscht. Dieses Gefühl, Teil von etwas anderem, großem und unbekanntem zu sein, war unbeschreiblich. Ich habe mich regelrecht in ein Land verliebt, in seine Menschen, die Küche, die Natur, die Feste, die Traditionen und Geschichten. Warum mich das noch immer nachhaltig positiv beeinflusst? Weil ich mich jedes Mal an diese tolle Zeit zurückerinnere, wenn ich in den Straßen meiner Heimatstadt einen Menschen treffe, der von dort – aus meinem Lieblingsland – kommt. Was hatte ich schon für tolle Begegnungen und fantastische Momente mit Fremden, mit denen ich mich über Gott, die Welt und ihr Land unterhalten habe. Es sind diese Augenblicke, diese außergewöhnlichen Unterhaltungen, die noch Jahre nach meiner Reise für Gänsehaut auf meiner Haut und Glücksgefühle in meinem Herzen sorgen. Denn Reisen macht offen für Menschen.

„Ich bin nicht mehr dieselbe, seit ich den Mond auf der anderen Seite der Welt habe scheinen sehen.“ Mary Anne Radmacher

Die gute alte Selbstfindung

Die Menschen. Sie sind 18 Jahre alt, gerade fertig mit der Schule und dürsten nach der Welt. Sie sind 24 Jahre alt, fertig mit dem Studium und wollen noch mal raus, bevor das Zahnrad der Arbeitswelt sie erfasst. Sie sind 39 Jahre alt, blicken kritisch auf die Zahl 40 und haben Angst, etwas verpasst zu haben. Sie werden 50 und stecken mitten in der Midlife-Crisis und wollen sich noch mal wild und jung fühlen. Sie sind 63 und blicken auf all die Träume, die sie sich erfüllen wollten „wenn die Zeit dafür ist“. Sie sind im besten Alter und stellen sich immer noch die eine Frage: „Wer wollte ich sein, wer dachte ich, dass ich bin, und wer bin ich geworden?“ Viele erhoffen sich vom Reisen eine Antwort auf diese Krisen, Fragen und Umbrüche im Leben.

Egal ob 18-jährige Weltenbummlerin, 50-jähriger Kreuzfahrtprofi oder 63-jährige Wandersfrau – eines haben wir alle generationenübergreifend gemeinsam: Es liegt weitestgehend an uns, unser Leben zu gestalten, Krisen zu meistern und unsere Persönlichkeit zu formen, denn: Leben ist weitaus mehr als einatmen und ausatmen. Jedes Leben ist eine ganz eigene und einzigartige Geschichte. Dabei sind es nicht nur die großen Backpackingtouren und Weltumsegelungen, die eine Lebensgeschichte nachhaltig prägen und uns reflektieren lassen. Auch kleine Reisen, Umzüge oder Spaziergänge vor der Haustür geben dir den nötigen Abstand, um über dich und dein Leben nachzudenken. Es ist vor allem die Frage nach der eigenen Identität, nach diesem „Wer bin ich eigentlich?“, die dir nach einem Tapetenwechsel vielleicht im Kopf herumspukt.

Junge Frau praktiziert Yoga am Strand bei Sonnenuntergang
Junge Frau praktiziert Yoga am Strand bei Sonnenuntergang

Auf jeder dieser Reisen heißt das Zauberwort Selbstfindung. Sie ist ein Versprechen, das Menschen jeden Alters an die unterschiedlichsten Orte treibt und zu Höchstleistungen anspornt (wie z.B. die Besteigung des Mount Everest oder eine Wanderung zum Nordkap). Dennoch führt sie nie so richtig zur Erkenntnis, die gute alte Selbstfindung. Ich selber war schon viel reisen, habe tolle, verrückte und auch unfassbar dumme Sachen gemacht – immer auf der Suche nach mir selbst. Absurd, denn irgendwie war ich ja immer dabei, irgendwie ging es ja die ganze Zeit um mich. Es ist das Gefühl, nicht ganz vollständig zu sein, sich selbst manchmal nicht zu verstehen und immer nach einem größeren Ganzen zu suchen, das uns in die Welt hinauszieht. Im Grunde bedeutet Selbstfindung auch Selbstakzeptanz. Zumindest für mich. Das ist eine Erkenntnis, die ich auf meinen Reisen gewonnen habe. Selbstakzeptanz, das kann man auf Reisen wunderbar lernen. Jede Reise prägt und verändert einen, von jeder Reise kommen wir mit neuen Erkenntnissen zurück. In der Ferne lernen wir uns selbst immer etwas besser kennen und lieben.

Reisen kann so viel: Man lernt, die eigenen Grenzen auszuloten und Ängste zu überwinden. Man füllt den Kopf mit Eindrücken, um im Nachhinein herauszufiltern, was man mag, was man kann und was einen glücklich macht. Denn das ist es doch, was wir uns am Ende erhoffen. Wenn wir uns selbst gefunden haben, dann sind wir ultimativ glücklich. Für mich jedenfalls ist Reisen etwas, das mich glücklich und zufrieden macht und mein Leben positiv bereichert. Ob es für dich auch so ist? Um das herauszufinden, hilft nur eines: die Koffer packen und vor die Haustüre gehen.


Dorothea Olig
Reiseexperte
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Stand
06. August 2021

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