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02. September 2021

Kurzurlaub in Polen: Spannende Tipps für die schönsten Orte

Wenn du Deutschland und Österreich bereits in- und auswendig kennst, wird es für dich Zeit, nach Osten zu blicken – oftmals ist es gar nicht notwendig in die weite Ferne zu schweifen, wenn doch neue Eindrücke und pure Erholung so nahe liegen. Denn der östliche Nachbar hat einiges zu bieten, das sich bis zum heutigen Tage eher im Verborgenen gehalten hat und dir dadurch das Gefühl eines Erstentdeckers schenkt: charaktervolle Gebirgszüge, malerische Strände an der Ostsee, idyllische Seelandschaften und romantische Altstädte. Hier findest du einige Anregungen und Ideen für eine unvergessliche Auszeit in Polen, die sich abseits der ausgetretenen Pfade abspielt.
Halbinsel Hel, Polen Ostseeküste
Halbinsel Hel, Polen Ostseeküste

1. Riesengebirge: Eine verborgene Rückzugsoase

Es gibt Zeiten, an denen möchte man einfach dem Alltag entfliehen und sich dem Trubel der Großstadt entziehen. Für solche Momente ist ein Kurzurlaub im polnischen Riesengebirge eine perfekte Wahl, denn hier findet man Ruhe, Stille und Beschaulichkeit. Die unberührte Landschaft mit herbem Charme begegnet dir mit breiten Tälern, quirligen Gebirgsbächen, kahlen Gebirgsrücken und alten Holzhäusern, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Mit dem Rad oder auf Schusters Rappen erkundest du die zwischen Polen und Tschechien gelegene Landschaft. 

Im UNESCO-Biosphärenreservat Riesengebirge kannst du jedoch nicht nur das dichte Netz an Wanderwegen nutzen, sondern auch in die Kultur dieser Region eintauchen. In Karpacz findest du die Kirche Wang, die auf eine spannende Art und Weise die skandinavische Holzbaukunst mit romanischen Stilelementen vereint. Ein romantischer Rundgang zum Träumen überrascht am Marktplatz von Jelenia Gora, der von Bauten aus dem 17.Jh. umgeben wird.

Jelenia Gora Marktplatz
Jelenia Gora Marktplatz

2. Polnische Ostsee: Malerische Strände ohne Trubel

Die Ostseeküste Polens kann sich mit einer Länge von rund 500km durchaus sehen lassen. Hier findest du flach abfallende Strände mit geringen Gezeiten, feinen Sand, romantische Dünenlandschaften und einsam in das Meer ragende Stege, an denen es sich wunderbar entspannen lässt. Und trotz großer Bekanntheit mancher Seebäder, wie beispielsweise des mit über 250 Jahren ältesten Kurbades des Landes Swinemünde (Swinoujscie), hast du oftmals die herrlich unaufgeregte Ostsee nur für dich.

Trzesacz: Steile Klippen und imposante Panoramen

Als einer der beeindruckendsten Plätze an der polnischen Küste gilt Trzesacz in der Woiwodschaft Westpommern mit seinen schneeweißen Sandstränden und imposanten Steilklippen. In dem kleinen Kirchdorf findest du übrigens auch die zerstörte Ruine der Nikolaikirche vor, die direkt am Rand des Kliffs gelegen ist und dadurch aus bestimmten Perspektiven heraus den Eindruck erzeugt, als würde der Bau in der Luft frei schweben. Besonders gut ist die Ruine von der neuerrichteten Stahlbrücke aus zu bewundern, die nicht nur als Strandzugang, sondern auch als Aussichtsplattform dient. 

Wenn man der Promenade Hoff folgt, gelangt man von den Überresten der Kirche bis zum im klassizistischen Stil erbauten Herrenhaus, das an Stelle des historischen Rittergutes errichtet worden war, das als Ausgangspunkt für die Kirchengemeinde Trzesacz diente.

Trzesacz Nikolaikirche
Trzesacz Nikolaikirche

Leba: Dünenlandschaften in einer gigantischen Dimension

Einzigartige Naturphänomene begegnen dir in Leba, das im Slowinski Nationalpark gelegen ist und von einem UNESCO-Biosphärenreservat umgeben wird. Der Naturstrand von Leba überzeugt selbst anspruchsvolle Reisende mit schneeweißem Sand, türkisfarbenem Wasser und einem angrenzenden dichten Kiefernwald, der nicht nur angenehmen Schatten spendet, sondern auch einen herrlichen Duft verströmt. Das breit gefächerte Wassersportangebot kann sich ebenso sehen lassen und erlaubt es Surfanfängern, unter perfekten Windbedingungen die ersten Ritte auf den Wellen zu wagen. 

Aber das Highlight der Leba-Region stellen die imposanten Wanderdünen dar, die sich in dieser Form kein zweites Mal auf dem europäischen Kontinent finden: Die riesigen Dünen erreichen hier eine Wandergeschwindigkeit von bis zu 10m pro Jahr und überraschen mit ihrer Höhe von bis zu 42m.

Dünen im Slowinski-Nationalpark
Dünen im Slowinski-Nationalpark

Jastarnia: Sportler herzlich willkommen

Sportliche Naturen besuchen den Badeort Jastarnia auf der schmalen Halbinsel Hela, die direkt vor der Danziger Bucht gelegen ist, und unter Insidern als einer der besten Surfspots Europas gilt. Im Sommer wird die malerische Wasserkulisse von unzähligen bunten Kites geschmückt, die hier zum lokalen Charme dazugehören. Auch Taucher kommen hier zwischen den versunkenen Schiffwracks vor der Küste auf ihre Kosten. Zum Entspannen zwischendurch streckst du dich am schneeweißen Strand aus und genießt die angenehm warme Sonne. 

Kulturinteressierte können in die bewegte Vergangenheit Polens und die besondere Bedeutung der Hela-Region als Verteidigungsanlage eintauchen. Hier finden sich mehrere Bunker und unterirdische Wehranlagen, die als Museen die Reisenden in die dunklen Kapitel der Vergangenheit einweihen.

Pier in Jastarnia Stadt an der Puck Bay im Sommer
Pier in Jastarnia Stadt an der Puck Bay im Sommer

Misdroy: Das polnische Cannes

Eine der beliebtesten Destinationen für einen Sommerurlaub an der polnischen Ostsee stellt Misdroy – oder Miedzyzdroje – auf der Insel Wollin dar. Die kleine Gemeinde mit gerade einmal 5.000 Einwohnern bezaubert mit einem paradiesischen Sandstrand, der zum Sonnenbaden, Schwimmen und einfach nur Entspannen einlädt. Aber der Hauptgrund für die zahlreichen Besucher ist das „Festival der Stars“, das renommierte polnische Filmfestival, das an sein großes Vorbild in Cannes angelehnt ist. Entlang der mondänen Strandpromenade ziehen sich dann die roten Teppiche und Sternabdrücke reihen. 

Um etwas Ruhe abseits des Trubels zu bekommen, lockt der benachbarte Nationalpark Wolin, der von einem engmaschigen Netz an Wanderwegen durchzogen wird. Während der ausgedehnten Trekkingtouren hast du die Chance, dich am Gesang von über 230 hier ansässigen Vogelarten zu erfreuen.

3. Warschau: Ecken der Hauptstadt, die nicht in jedem Reiseführer zu finden sind

Jeder kennt die Hauptstadt Polens, doch gilt sie bis heute nicht gerade als eine typische Destination für einen spontanen Wochenendtrip. Mach dir diese unterschätzte Attitüde zunutze und entdecke die europäische Metropole mit modischem Hipster-Charme für dich. Denn auch abseits des sowjetischen Kulturpalastes, des imposanten Königsschlosses und der dem UNESCO-Weltkulturerbe angehörenden Altstadt gibt es in Warschau viele Ecken, die nur wenige Reisende anziehen und dir damit das authentische Flair der Metropole eröffnen. Relaxte Stimmung und das junge Polen erwarten dich am Flussufer der Weichsel: Hippe Beach-Bars mit Liegestühlen und leckeren Snacks ziehen vor allem während der warmen Jahreszeit viele Besucher magisch an. 

Dem coolen Nostalgie-Flair folgt auch das Warschauer Neon Museum, das in den historischen Industriehallen der Soho Factory untergebracht ist. Hunderte Leuchtreklamen aus dem sowjetischen Polen der 50er bis 70er Jahre weisen dir hier den nicht mehr existierenden Weg zu Hotels, Bars oder Geschäftslokalen. Feinschmecker müssen sich keineswegs auf die schwere polnische Nationalküche stürzen, sondern können auch ruhig in die moderne Landesküche mit erfrischenden und vor allem überraschenden Interpretationen eintauchen. 

In der restaurierten Markthalle Hala Koszyki kannst du auf eine Foodie-Tour der Extraklasse zwischen fast 20 Restaurants und unzähligen Marktständen gehen und dir ganz nebenbei moderne Kunstinstallationen in dem riesigen Industriebau im Retro-Stil ansehen. Ebenso ein beliebter Anlaufpunkt für Gourmets ist der jedes Wochenende im Sommer stattfindende Markt Targ Sniadaniowy. Im Grünen am Ufer der Oder tauchst du tief in eine familiäre Picknick-Atmosphäre ein, die durch einen kleinen Floh- und Kunstmarkt noch spannender wird.

Warschauer Stadt mit modernem Wolkenkratzer
Warschauer Stadt mit modernem Wolkenkratzer

4. Kaschubei: Unterwegs auf der Pommerschen Seenplatte

Die Region Kaschubei breitet sich südwestlich der Städte Danzig und Gdingen aus. Eine Reise dorthin lohnt sich aufgrund der einzigartigen Kultur, in der polnische, deutsche und kaschubische Wurzeln zu einer spannenden Melange verschmelzen. Vielen wird dieser Schmelztiegel rund um eine nahezu verschwundene Kultur aus der Grass'schen „Blechtrommel“ bekannt sein, in der sich der Romanheld selbst als „Halb-Kaschube“ bezeichnet. 

Direkt vor Ort triffst du auf eine harmonische Landschaft, die vor allem von den Farben Grün und Blau geprägt wird: Sanfte Hügel und eine Vielzahl klarer Seen machen diese perfekt für einen spontanen Kurzurlaub in Polen. Die geringen Steigungen – die höchste Erhebung der Kaschubei stellt der 331m hohe Turmberg dar – laden zu gemütlichen und panoramareichen Radtouren ein. 

Um mehr über die Region zu erfahren, die hier durch die bunte Volkskunst überall präsent ist, lohnt sich ein Abstecher in eines der Regionalmuseen: In Karthaus erwartet dich das Kaschubische Museum und in Chmielno findest du im Museum der Familie Necel einen spannenden Einblick in die Hintergründe der bunten kaschubischen Stickerei und der lokalen Keramik. Ebenso kommst du kaum an dem fast schon etwas skurril anmutenden Bildungs- und Promotionszentrum in Szymbark vorbei, dass sich ebenso der faszinierenden wie geheimnisvollen kaschubischen Mentalität und Tradition verschrieben hat: Das längste Holzbrett der Welt trifft hier auf Repliken des Bunkers Ptasia Wola oder das auf dem Kopf stehende Haus.

Kaschubei See
Kaschubei See

5. Danzig: Die unterschätzte Perle Polens

Die während des Zweiten Weltkrieges nahezu vollständig zerstörte Stadt Danzig schaffte es in der zweiten Hälfte des 20.Jh. wie Phoenix aus der Asche aufzuerstehen und heute die Besucher in neuem Glanz zu empfangen. Auch wenn viele andere Ziele für einen spontanen Wochenendurlaub locken – wage es, etwas Neues auszuprobieren und das polnische Gdansk zu besichtigen. Denn die ehemalige Hansestadt wartet nicht nur mit der Assoziation zu Bernstein und Günther Grass auf, sondern auch mit einer beeindruckenden Architektur, die in detailreicher Feinarbeit nach den Zerstörungen des 20.Jh. wieder rekonstruiert worden ist. 

Durch eines der 13 Stadttore gelangst du in die sehenswerte Danziger Altstadt, die mit pittoresken Fotomotiven überrascht: Das rechtsstädtische Rathaus am Langen Markt, das Goldene Tor oder der Neptunbrunnen vor dem Artushaus – die frischen Fassaden voller dekorativer Elemente ziehen nicht nur passionierte Fotografen in ihren Bann. Die größte Dichte an reich verzierten Bauten findest du in der Frauengasse, die übrigens als die schönste Straße von Polen gelten soll. 

Sehenswert ist auch eine der größten Backsteinkirchen der Welt, die Marienkirche, die von ihrem Kirchturm aus den besten Überblick über die Stadt an der Mottlau bietet. Natürlich kannst du nicht in die Bernsteinstadt an der Ostsee reisen, ohne dem Bernsteinmuseum einen Besuch abzustatten. Das Wahrzeichen der Region wird von vielen als das „Gold der Ostsee“ bezeichnet und überrascht mit seinen unzähligen Facetten. Weitere Einblicke in die bewegte Geschichte der Städt erhältst du im Nationalmuseum, im Museum des Zweiten Weltkriegs, im Historischen Museum oder im Nationalen Maritimen Museum mit seinem Museumsschiff Soldek.

Danzig mit schöner Altstadt über dem Fluss Motlawa
Danzig mit schöner Altstadt über dem Fluss Motlawa

6. Masuren: Wildromantische Tage in Polen

Die idyllische Wald- und Seenlandschaft im Nordosten des Landes wird als das „Land der 1.000 Seen“ bezeichnet – womit man eigentlich recht hat, obwohl sich hier weitaus mehr als 3.000 Seen finden. Vor allem für Aktivurlauber, die eine Auszeit von dem Leben in der Großstadt benötigen, ist die Masurische Seenplatte eine willkommene Abwechslung zum alltäglichen Trott: Lange Wanderungen, entspannte Ausritte, adrenalinreiche Kanutouren und ausgedehnte Fahrradausflüge bieten hier ein umfassendes Programm, bei dem du das Beste der Natur zu sehen bekommst. Dazwischen finden sich nicht nur imposante Ordensburgen, sondern auch prächtige Adelssitze und andere Kulturdenkmäler, die dem sportlichen Kurzurlaub eine kulturelle Note verleihen. 

Goldgelbe Rapsfelder, in denen die roten Flecken des Klatschmohns zu sehen sind, das Klappern der Störche in ihren hoch gelegenen Nestern und das Schlagen der Pferdehufe der Pferdefuhrwerke – in den Masuren findest du das ursprüngliche Leben in den winzigen Dörfern, in die sich kaum Touristen verirren. 

Die „grüne Lunge Polens“ befindet sich zu einem großen Teil unter Naturschutz, weshalb sich dort bis zum heutigen Tag das authentische Bauernleben halten konnte. Doch wer glaubt, dass sich hier nur Bauernhöfe auftun, irrt sich: Einige Luxusunterkünfte besinnen sich hier auf die Konzepte des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit und bieten auch anspruchsvollen Gästen modernen Luxus in einer unberührten Umgebung. Diese kommen natürlich nicht umhin, die wichtigste Sehenswürdigkeit der Region – die Seen – ausführlich zu erkunden: Surfen, Baden, Kiten oder Kajak-Touren unternehmen – die Auswahl ist tatsächlich enorm.


Magdalena Wendland
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02. September 2021