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15. Juli 2021

Niu, Nyx oder Motel One – was machen Lifestyle-Hotels besser?

In Zeiten von Blogs, Instagram und Facebook dienen Reisen nicht mehr nur der Erhohlung – sie sollen den privaten Lifestyle zeigen, ins Lebenskonzept passen und vor allem Erlebnisse bieten. Zahlreiche etablierte Hotelketten sind auf diesen Zug aufgesprungen und haben Markenableger dieses Konzeptes ins Leben gerufen. Der Erfolg gibt ihnen Recht, denn die Häuser dieser frischen Hotellerie sprießen vor allem in Trendmetropolen geradezu aus der Erde. Lies hier, was Ketten wie Niu, Nyx oder Motel One richtig machen und warum sie bei Millennials und den Jungsters der Generation Z auf so viel Anklang treffen.
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1. Innovationen für junge Reisende

Die nach 1980 Geborenen sind in den letzten Jahren stark in den Fokus der Hotelbranche gerückt. Die jungen Erwachsenen haben andere Ansprüche und Bedürfnisse. Vor allem eint viele ein eher kleines Reisebudget. Die Herausforderung, den Gästen alles Nötige zu bieten und das zu einem fast unschlagbaren Preis, haben zahlreiche Ketten bravourös gemeistert. Dabei setzten die Marken wie Nyx, ein Ableger von Leonardo Hotels, der NOVUM Hospitality Ableger Niu oder das eigenständige Motel One vor allem auf eine Verschlankung der Kosten, indem sie auf Überflüssiges verzichten. So haben diese Hotels meist keine Zusatzangebote wie Wellness- oder Fitnessbereiche, Konferenzräume oder Restaurants. 

In großen Metropolen suchst du dir ohnehin lieber ein angesagtes Restaurant, das genau deinem Geschmack entspricht – ob vegetarisch oder vegan – und sportlich kannst du dich beim Joggen durch die neue Umgebung doch viel besser betätigen. So kannst du gleich sozusagen im Vorüberlaufen ein Selfie vor Must-sees wie der Oberbaumbrücke in Berlin oder der HafenCity in Hamburg schießen. 

Die Zimmerreinigung ist ausgelagert und so können wenige Mitarbeiter an der Rezeption den kompletten Hotelbetrieb meistern. Dabei galt es allerdings zu gewährleisten, dass günstig keinesfalls billig aussehen oder wirken darf, sondern stattdessen stylish.

The Niu Keg Hamburg
The Niu Keg Hamburg

2. Ansprechende Stylekonzepte

Beim Design setzen die Marken dabei nicht auf Einheitlichkeit, denn bei der Zielgruppe haben möglichst individuelle Erlebnisse einen hohen Stellenwert und nichts ist schlimmer als Einheitsbrei. Das Nyx setzt bei der Gestaltung seiner Häuser vor allem auf lokale Künstler, die beispielsweise die Gemeinschaftsräume oder Zimmer mit Street-Art individuell gestalten. Damit wird ein öffentlicher Raum für Künstler geschaffen, der die Hotels nicht nur besonders kunstvoll aussehen lässt, sie werden gleichzeitig zu einem Kulturort. Dies wiederum macht sie attraktiv für Kreative und Freigeister, die so in einem Gesamtkunstwerk nächtigen können – ein ultimativ urbanes Erlebnis! 

Artikelbild

Niu hingegen setzt bei der Innenausstattung auf ein zum Ort passendes Motto. So eröffnete das erste Haus der erfolgreichen Reihe in Essen unter dem Beinamen „Cobbles“. Die Gestaltung dreht sich rund um das Thema Bergbau und trägt damit dem Standort im Ruhrgebiet Rechnung. 

Ein ähnliches Konzept verfolgt auch Motel One, das bei der Gestaltung seiner Hotels die Stadt widerspiegelt. So wurde in Lübeck mit einem Farbkonzept aus Sturmblau, Meeresgrün und Gischtgrau auf nordisch-maritim gesetzt und in Amsterdam spiegeln farbenfrohe Muster mit Tulpen die niederländische Lebensfreude. Die Hotelkette bringt mit „One Design“ sogar ein eigenes Design-Magazin heraus, in dem sich Design-Liebhaber beim Blättern in der Lobby über die Entstehungsgeschichte der einzelnen Häuser informieren können. Aber auch die ein oder andere Inspiration für zu Hause kannst du dir hier holen.

The Niu Mesh Stuttgart
The Niu Mesh Stuttgart

3. Die Lage als großer Pluspunkt

Millennials wollen ihren Citytrip gerne mit anderen teilen – allein die Wahl des Reiseziels soll hierbei für sich sprechen. Die einzelnen Häuser dieser gehobenen Budget-Hotellerie haben sich darum vorrangig in den angesagtesten Metropolen Europas angesiedelt: Berlin, München, Prag, Madrid, London und viele weitere. Diese kann man durch kurze Entfernungen und günstige innerdeutsche und innereuropäische Flüge auch gut für ein Wochenende erleben. 

Berlin
Berlin

Bei begrenzter Zeit spielt die Lage dann eine besondere Rolle. Je zentraler und je näher zu den Hotspots desto besser. Besuchst du beispielsweise Berlin für einen schicken Shoppingtrip, dann ist ein Domizil direkt am mondänen Ku’damm perfekt. Von dort erreichst du in wenigen Schritten die luxuriösen Boutiquen sowie das für sein Design-Konzept prämierte Bikini. Willst du lieber die Clubs der Stadt unsicher machen, dann stehen dir auch Häuser am Alexanderplatz oder direkt in Friedrichshain zur Auswahl.

Prag
Prag

Mit Freunden teilen

Gerade der Partytrip in eine hippe Metropole wird oft mit Freunden geplant. Kosten bei der Übernachtung lassen sich da am besten durch Mehrbettzimmer sparen – um dann nicht auf Hostels angewiesen zu sein, denen oftmals der Glamour fehlt, setzen die Lifestyle-Hotels auf außergewöhnlich designte Mehrbettzimmer auf kleinem Raum, teilweise mit Etagenbetten. Die Flächeneffizienz hält die Kosten der Hotels niedrig, was du als Gast dann auch direkt am Geldbeutel merkst, und dennoch stellt sich nicht das Gefühl von Low-Budget ein. So bleibt mehr fürs Feiern übrig und je kürzer man sich an einem aufregenden fremden Ort aufhält, umso weniger Zeit wird man ohnehin in der Unterkunft verbringen. 

Es sei denn, man steigt gleich in einem Hotel mit eigenen Events ab. Das NYX Hotel Munich beispielsweise verwandelt sich abends in einen angesagten Club, wo du bei Live-DJ-Musik die Nacht zum Tag machen kannst. Manche Häuser der Trendmarken organisieren auch Theateraufführungen und informieren dich darüber hinaus mit Eventkalender auf ihrer Homepage über Veranstaltungen in der Stadt.

4. Wohnen und arbeiten

Gerade junge Menschen gehen oft in ihrem Berufsleben auf, sind Freelancer und zunehmend vermischen sich Berufs- und Privatleben. Einem Citytrip steht nichts im Wege, auch wenn vielleicht noch das ein oder andere Projekt bearbeitet werden muss – digitale Nomaden haben ihren Arbeitsplatz auf der ganzen Welt. Hotels 3.0 sind auf diese Zielgruppe perfekt eingestellt. Sie punkten mit großzügigen Lounges, die gerne Akzente in Trendfarben wie Lila oder Petrol setzen. 

Eine gelungene Mischung aus gemütlichen Sofas und Hochstühlen an hellen Holztischen in Verbindung mit schnellem, kostenfreiem WLAN sind alles, was es für eine Präsentation oder einen Blogspot nach dem Sightseeing braucht. Eine Hotelbar ist hierfür nicht nötig. Die Unterkünfte verfügen über Kaffee- und Tee-Ecken, in denen sich die Gäste selbst bedienen können, oftmals ohne zusätzliche Kosten und dennoch wird Wert auf Fairtrade gelegt. Die Koffeeinflatrate ist im Gegensatz zu einem vorübergehenden Arbeitsplatz bei Starbucks und Co. eine weitere Möglichkeit, um den Wochenendausflug mit kleinem Budget zu ermöglichen. Du brauchst zusätzlich einen Energy-Drink, deine tägliche Club Mate oder eine Cola? Getränkeautomaten stehen rund um die Uhr bereit, Knabbereien oder die schnelle Befriedigung des Schoko-Jiepers können meist direkt an der Rezeption erworben werden.

The Niu Cobbles Essen
The Niu Cobbles Essen

Smarte Zimmer

Neben schnellem WLAN muss auch die technische Ausstattung der Zimmer state of the art sein. Wer möchte schon in Prag auf Tschechisch fernsehen oder in Hamburg antiquierte analoge Medien wie RTL und ProSieben schauen? Zur Ausstattung gehören selbstverständlich smarte TV-Geräte, mit denen du per App auf deinen privaten Netflix-Account oder die Musik deines Androids oder iPhones zugreifen kannst und so auch im Urlaub nicht auf ein paar Stunden Binge-Watching deiner Lieblingsserie oder ein bisschen Entspannung mit deinen Lieblingsbands verzichten musst. 

Manche Trendhotels liefern sogar mit jedem Zimmer ein Smartphone als Serviceleistung mit dazu. Während deines Aufenthalts kannst du auf diesem beispielsweise Infos zu lokalen Geheimtipps, Sehenswürdigkeiten, Straßenkarten und vieles mehr finden.

Smarte Extras

Doch das Hotelerlebnis endet in den innovativen Häusern längst nicht bei High-Speed-WLAN und smarten Geräten. Die einzelnen Ketten wissen gekonnt, um die kosmopolite Zielgruppe zu werben. Retro steht bei Hipstern hoch im Kurs – besonders Nyx-Hotels haben für ihre Gäste darum in Gemeinschaftsräumen beispielsweise in München, Mailand oder Bilbao nostalgische Automaten bereitgestellt. Fifa, Fortnite und Playerunknown’s Battlegrounds kannst du zu Hause wieder zocken, in deiner stylishen Unterkunft auf Zeit kannst du in der Arcade Klassikern frönen und sparst dir den Gang in ein Computerspiele- oder Flipperautomatenmuseum. Dabei kommt man natürlich auch leicht in Kontakt zu anderen Gästen. 

Die perfekte Erinnerung an gemeinsame Abende beim Citytrip hat sich die Niu-Kette ausgedacht: ab in die Fotobox und wie zu Schulzeiten mit den Buddies eine Viererserie Schnappschüsse ausdrucken lassen – Selfies im Retrostyle! Aber ganz modern kannst du deine Fotos dann direkt auf die Instagramwall hochladen und andere Jet- und Trendsetter unter dem Hashtag #niuhotels an deinem Spaß teilhaben lassen. 

Natürlich haben auch die anderen Stylehotelketten erkannt, dass zufriedene, glückliche Gäste die beste und günstigste Werbung machen. Die Häuser von Niu haben darum in der Lobby eine Social-Media-Wand. Hier kannst du dir direkt die aktuellsten Insidertipps besorgen. Zum gleichen Zweck setzt das Unternehmen auch bei der Auswahl der Mitarbeiter nicht auf den perfekten Lebenslauf, sondern auf authentische Charaktere, die persönliche Tipps geben können.

5. Essen und Trinken

Ein eigenes Restaurant ist zwar in den Konzepten der Lifestyle-Hotels meist nicht vorgesehen, ohne Frühstück musst du dein Domizil jedoch nicht verlassen. Kaffee- und Tee-Ecken stehen dir in der Lobby ja ohnehin rund um die Uhr zur Verfügung, morgens kommt dann oftmals noch ein kleines Frühstücksbuffet ebendort hinzu. Die Hotels können somit auf kleinstem Raum großen Service bieten. Riesige Buffets wie im All-inclusive-Resort, wo Reisende meist deutlich mehr essen, als ihnen gut tut, sind dort natürlich nicht an der Tagesordnung. Stattdessen gibt es eine etwas kleinere Auswahl, die sich jedoch an aktuellen Foodtrends orientiert. 

Motel One beispielsweise trifft mit seinem Urban Bio Breakfast den Geist der Millennials. Butter aus den bayerischen Alpen, vegane Brotaufstriche oder Bio-Konfitüre von Alnatura – so beginnt der Urlaubstag bewusst und gesund. Die Frühstücksklassiker werden kombiniert mit regionalen Leckerbissen: Butterzopf in Zürich, Schinken in Prag oder Hot English Porridge in London. Wenn du Unterkünfte bevorzugst, wo du alle Mahlzeiten einnehmen kannst, dann ist natürlich auch das möglich – nicht alle günstige Lifestylehotels verzichten auf ein hauseigenes Restaurant!

The Niu Keg Hamburg Frühstücksbereich
The Niu Keg Hamburg, Frühstücksbereich

6. Gehobene Budgethotels für Familien

Nicht nur der Party- oder der Shoppingtrip mit Freunden führt in angesagte Citys – auch junge, unternehmungslustige Familien zieht es in quirlige Großstädte, die mit Erlebnisattraktionen und Kindermuseen reichlich Abwechslung bieten. Das ist bereits mit einigen Kosten verbunden, weswegen Reisende mit Kindern gerne bei der Unterkunft zwar auf zentral, aber auch auf günstig setzen. Es muss ja nicht das Designhotel mit eigenen Partys sein. Einige Häuser und Ketten bieten faire Konditionen für Familien mit Kindern. 

Nyx hat für bis zu vier Personen etwas großzügiger geschnittene Suiten im Repertoire und bei Motel One übernachten Kinder bis zwölf Jahre im Zimmer der Eltern kostenlos. Bis sechs Jahre ist dabei sogar das Frühstück kostenfrei.

7. Das gute Gewissen reist mit

Last but not least ist jungen Menschen heute umweltbewusstes, nachhaltiges Leben und somit auch Reisen immer wichtiger. Die Trendhotels tragen dem nicht nur mit Bio-Produkten Rechnung – der ökologische Fußabdruck fällt in kleinen Zimmern von 16 bis maximal 30m², die man sich zu mehreren teilt, deutlich geringer aus als in riesigen Suiten mit eigenem Whirlpool und anderem Schnickschnack. Auch das Thema Wohnungsknappheit wird mit platzsparenden Hotelkonzepten nicht noch zusätzlich verschärft. Wer eine Metropole in der Nähe für seinen Kurzurlaub auswählt, der kann zudem mit dem Zug anreisen und so weitere schädliche Emissionen vermeiden. 

Dass auch den Hoteliers ein umweltbewusstes Handeln immer mehr am Herzen liegt, zeigt das Niu Hide in Berlin, das mit dem Nachhaltigkeitssiegel GreenSign-Zertifikat ausgezeichnet wurde. 

Doch auch in den anderen Häusern der Kette können Gäste Gutes tun und mit der „blauen Karte“ auf die Zimmerreinigung verzichten. Die dadurch entstandenen Ersparnisse des Unternehmens fließen in die Nader Etmenan Stiftung, die gemeinnützige Projekte unterstützt. Und natürlich kann jeder Gast auch noch individuell einiges tun – lass dein Handtuch nicht auf dem Boden liegen, dann wird es nicht nach jedem Gebrauch gereinigt.


Ivonne Bleeck Ivonne Bleeck
Reiseexperte
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Stand
15. Juli 2021

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