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Die schönsten Schluchten Deutschlands

Entdecke die schönsten Schluchten und genieße die magische Stimmung gepaart mit dem Duft von feuchtem Moos und dem Klang wilder Wassermassen: Ein Kurzurlaub ins Paradies gefällig?

Berauschende Partnachklamm


Partnachklamm

Im bayrischen Garmisch-Partenkirchen liegt sie, eine der imposantesten Schluchten Deutschlands. Umgeben von der wilden Natur des Reintals, marschierst du fast ebenerdig vom Parkplatz des Ski-Olympiastadions in Garmisch rund 2km zur Partnachklamm. In den Sommermonaten kannst du sogar mit einer Kutsche dorthin gelangen. Die Rund 700m lange Klamm führt dich auf gut gesicherten Steigen, mit stetigem Blick auf die tosende und milchig-grüne Partna, durch die Schlucht. Direkt neben dir strecken sich die mächtigen Felswände 80m majestätisch in den Himmel. An deren Ende scheinen sich grüne Bäume regelrecht festzukrallen. Nach jedem Schritt und hinter jeder Ecke verbirgt sich ein neuer Anblick auf eine regelrecht berauschende Natur. Nach jedem der neun Tunnel, die du passierst, freust du dich wieder auf die Wassermassen der Partna, die mal wild, mal sprudelnd oder schäumend durch die Felsen rauschen.

Höllisch gut – die Höllentalklamm


Höllentalklamm

Viele Wege führen nach Rom – aber auch in die Höllentalklamm. Das ist auch gut so, denn so beschreitest du den für dich idealsten Weg in eine Schlucht, die sich von all den anderen dramatisch unterscheidet. Die Höllentalklamm liegt fast 150m tief inmitten zweier Gebirgskämme eingeschnitten. Dabei wird sie zu jeder Seite von je drei Lawinengebieten umgeben. Zwischen den imposanten – in den Himmel ragenden – Felsspalten, begehst du künstlich angelegte Stege, überquerst den tosenden Hammersbach über Brücken und meisterst schwierige Passagen durch dunkle Tunnelanlagen. Hier verwandelt sich das lautstarke Rauschen des Wassers in ein dumpfes Brausen. Auf der etwa 1km langen Strecke fällt es schwer, sich dem Anblick des Hammersbachs zu entziehen, dessen Wasser sich in faszinierenden Wasserfällen hinab stürzt um schließlich wild schäumend über Gesteinsbrocken unbeirrt weiter zu strömen.

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Die Höllentalklamm öffnet jedes Jahr individuell im Mai und schließt Ende Oktober.

Der schnellste und komfortabelsten Weg beginnt am kostenpflichtigen Wanderparkplatz im Ortsteil Hammersbach in der Gemeinde Grainau am Fuße der Zugspitze. Von hier marschierst du die 2,8km in 60 bis 90 Minuten und legst dabei 300 Höhenmeter zurück.

Am Eingang zur Höllentalklamm befindet sich das gleichnamige Museum. Der Eintrittspreis ist bereits in der Gebühr für die Schlucht inkludiert. Es erzählt dir die spannende Geschichte, die zur Entstehung der Höllentalklamm führte. Hier gibt es auch eine Einkehrmöglichkeit zur Rast und Stärkung.

Die Breitachklamm zu jeder Jahreszeit

Ein Naturschauspiel der oberen Liga bietet dir die beliebteste Attraktion des Allgäus: die Breitachklamm. Vor rund 10.000 Jahren begann der gleichnamige Gletscher zu schmelzen, sodass sich das Wasser langsam durch das Gestein fressen konnte. Daraus entstand die heute tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas. Diese atemberaubende Kulisse liegt zwischen Oberstdorf-Tiefenbach und dem Kleinwalsertal, wo sie sich über 2,5km lang und 150m tief in die Landschaft schmiegt. 

Die Wege sind wunderbar begehbar und gesichert, wodurch du sowohl entspannt als auch gespannt das Naturphänomen der wild fließenden Breitach beobachten kannst. Immer wieder erhaschst du wunderschöne Aussichten vom Steg entlang der Felswand oder von den Brücken, die beide Seiten der tiefen Schlucht verbinden. Diese besondere Schlucht ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Leuchtende Farben im Sommer, der üppig gefüllte Bach im Herbst oder die funkelnden Kristalle der schneeweißen Felsen im Winter bleiben ebenso unvergessen, wie die bunt erwachende Natur des Frühjahres.

Die märchenhafte Wimbachklamm


Wimbachklamm

Wildromantisch und irgendwie ein bisschen magisch: So liegt die Wimbachklamm im Nationalpark Berchtesgaden auf über 600m Höhe. Am Beginn des 10km langem Hochtals namens Wimbachtal in Ramsau, macht die enge Schlucht mit rund 200m nur einen winzig kleinen Teil aus. Diese Strecke, die du über Holzbrücken und Stege erkundest, haben es in sich. Sie spiegeln dir die Wunder und die Geschichte der Natur auf eindrucksvolle Weise wieder. Dort, wo sich früher ein riesiger Gletschersee befand, entwickelte sich seit der Eiszeit ein Gebirge und mit ihm der Wimbach, der die Wimbachklamm erschuf. Tosend rauscht der Bach durch die Schlucht, während sich von den teils bunt geschichteten und überwiegend grün bewachsenen Felswänden zahlreiche kleinere und größere Wasserfälle in den Wimbach ergießen. Dies geschieht bei einigen schneller, bei anderen eher leise rieselnd oder tröpfelnd. Ein Naturschauspiel, das mit seiner üppig-grünen Umgebung fast an ein tropisches Paradies erinnert, wäre da nicht diese erfrischend kühle Luft. Du erreichst die Wimbachklamm fußläufig von der Wimbachbrücke in Ramsau.

Wutachschlucht

Auf einer Länge von 12,5km bewegst du dich in der Wutachschlucht durch ein wildromantisches Flusstal voller urwüchsiger Wälder, malerischer Wasserfälle und zerklüfteter Täler. Dabei läufst du entspannt auf schmalen Pfaden, behauptest dich auf abenteuerlichen Steigen und genießt die Stille und Ursprünglichkeit mitten im Naturpark Südschwarzwald. Die 60m bis 170m tiefe Schlucht ist ein absolutes Wanderparadies. Darüber hinaus ist dieses einzigartige Naturschutzgebiet die Heimat zahlreicher Tier- und Pflanzenart. So triffst du in der Wutachschlucht im Hochschwarzwald auf ganze 500 Schmetterlingsarten und 1.200 unterschiedliche Pflanzen. Die Schlucht liegt zwischen Löffingen und Bonndorf im Schwarzwald und ist über Wanderwege frei zugänglich.

3 Schluchten – 1 Weg

Dort, wo die Wutachschlucht endet, beginnt eine Neue. Durch die Nebenflüsse von Gauchach und Tränkebach sind zwei weitere Schluchtentäler entstanden, denen du auf dem 3-Schluchten-Pfad auf die Schliche kommst. Die kleinere Gauchachschlucht präsentiert dir eine attraktive Natur mit lieblichen Wasserfällen und Brücken. Sie sorgen dafür, dass du die Seiten und damit die Ansicht auf die Schlucht leicht wechseln kannst. Danach schließt sich die Engeschlucht an, die aufgrund meist feuchter Böden, Stege und Wege recht anspruchsvoll ist. Und das, obwohl im Tränkebach manchmal nur wenig Wasser fließt. Zusammen ergeben die drei Schluchten ein für Wanderer, Naturfreunde und Hobbybotaniker gleichermaßen fantastisches Naturerlebnis.

Grün, grüner, Drachenschlucht


Drachenschlucht

Wenn du diese beeindruckende Schlucht durchwanderst, wird dir augenblicklich klar, warum so ein kleines Bächlein 250Mio. Jahre benötigte, um sich 10m tief durch die roten Felsen zu schneiden. Was dabei herausgekommen ist, ist ein grünes Wunder. Die Drachenschlucht ist nicht nur eines der wichtigsten geologischen Naturdenkmäler Thüringens, sondern eines der eindrucksvollsten in ganz Deutschland. Südlich der Wartburgstadt Eisenach im nördlichen Thüringer Wald ist sie vom Wanderparkplatz bergauf Richtung des alten Jagdschlosses Hohe Sonne bequem zu erreichen. Wild wachsender Bärlauch, plätschernde und rauschende Wasserfälle sowie der Klang des Baches begleiten dich bis zum Eingang der Drachenschlucht. Während du die rund 200m lange und teils nur 68cm breite Klamm auf einem trittfesten Steg begehst, hörst und siehst du den Bach unter deinen Füßen pulsieren und sprudeln. Nicht erschrecken! Du kommst den moosbewachsenen und mit leuchtend grünem Farn geschmückten Felsformationen so nahe, dass sie dich zu kitzeln scheinen.

Wichtig zu wissen:

Die Drachenschlucht ist nur bei gutem Wetter passierbar und dann ist sie ein spektakuläres Naturphänomen. Für die 2,5km lange Wanderung von Mariental durch die Drachenschlucht zur Hohen Sonne benötigst du bergauf ca. 1,5h und bergab ca. 1h.

Ein langer Rundwanderweg führt von Mariental durch die Drachenschlucht zur Hohen Sonne und von dort über die Weinstraße zum Großen Drachenstein und schließlich durch die Landgrafenschlucht wieder zurück nach Mariental. Für die 11km lange Strecke planst du am besten 3,5h ein.

Schwedenlöcher in der Sächsischen Schweiz


Schwedenlöcher

Die Sächsische Schweiz ist bekannt für Ihre spektakulären Felsformationen, deren Höhepunkt die weltbekannte Bastei ist. Auf dem Weg vom Amselgrund Nahe dem Kurort Rathen zum Basteimassiv durchquerst du eine der romantischsten Schluchten der Sächsischen Schweiz. Über 700 Treppenstufen helfen dir dabei, die tiefe Schlucht zu erkunden und 160 Höhenmeter zu überwinden. Schmale Felsengassen und das satte Grün des darauf wachsenden Mooses vermitteln das Gefühl einer Märchenlandschaft, die schließlich in eine wildromantische Wald- und Felsenlandschaft übergeht. Dabei entstand der Name Schwedenlöcher aus einem weniger romantischen Grund. Als die Bauern der Gegend im 30-jährigen Krieg ihr ganzes Hab und Gut vor den schwedischen Soldaten in Sicherheit brachten, diente ihnen diese Schlucht als Versteck. Heute zählt der 1886 eröffnete Wanderweg zu den populärsten der Sächsischen Schweiz. Aufgrund der vielen Stufen, die dich mal sachte über Naturtreppen und mal steil auf Stein- und Metalltreppen fordern, schadet es nicht, wenn du ein bisschen Kondition in deinen Rucksack packst.

In der Kirnitzschklamm die Zeit zurückdrehen

Im äußersten Südosten Deutschlands – an der Grenze zu Tschechien – liegt in der ersten Nationalpark-Gemeinde Sebnitz die anmutende Kirnitzschklamm. Nach einem 45-minütigen Fußmarsch vom Parkplatz Buchenparkhalle durch einen dichten Mischwald aus Fichten, Buchen, Tannen und Bergahorne erreichst du eine kleine Bootsstation an der Oberen Schleuse. Jetzt heißt es nur noch: "Einsteigen und losgleiten". Mit einem Kahn geht es leise und fast wie von Zauberhand durch die 700m lange Schlucht. Während der Fahrer über die Schleuse und seltene Pflanzen- und Tierarten informiert, geht es wischen den Felswänden und -brocken vorbei an der herzförmigen Liebesinsel Richtung Staumauer. Die auf den Felsenplateaus wachsenden Birken- und Kieferwälder lassen die Schlucht noch tiefer und mächtiger erscheinen. Wenn du trotz ruhiger Fahrt den Kahn schnell wieder verlassen möchtest, gelingt dir das nach 100m über einen Notausstieg. Dann würdest du aber den Anblick eines zauberhaften Panoramas und das Gefühl längst vergangener Zeit versäumen. Außerdem wird die Kahnfahrt heimlich vom Berggeist bewacht und ist nach 20min viel zu schnell vorbei.

Und wie geht es wieder zurück?

An der Staumauer angekommen, schaust du zu, wie das glatte Stauwasser der Kirnitzsch sich in ein schmales, tosendes Etwas verwandelt. Von hier geht es durch enge Felsspalten über eine steile Treppe zum Hermannseck. Alternativ begibst du dich hierher über eine leicht begehbare Stiege. Nachdem du den unbeschreiblichen Ausblick auf das Kirnitzschtal genossen hast, geht es durch die Wolfsschlucht zurück zum Ausgangspunkt.

Ehrbachklamm – einfach schön


Ehrbachklamm

Weniger als 30km südlich von Koblenz liegt am Hunsrück-Saar-Steig in Rheinland-Pfalz die malerische Ehrbachklamm. Rund 20km fließt der Ehrbach als Nebenfluss der Mosel gemütlich vor sich hin und offeriert dir hier einen kleinen plätschernden und dort einen breiten und tosenden Wasserfall. Vorbei an Wiesen begibst du dich auf dem Wanderweg vom Wanderparkplatz Oppenhausen immer tiefer in den lichten Buchenwald hinein. Fast 80% des Weges besteht aus einem Naturpfad, der teilweise ins Gestein geschlagen wurde. Nachdem du diesen mit seinen Holzbrücken entlang dicker Felsbrocken und unterhalb steiler Hänge passierst, erreichst du die eigentliche Klamm. Sie ist der Höhepunkt der 9km langen Traumschleife Ehrbachklamm, die dir atemberaubende Aussichtspunkte schenkt, dich an der mittelalterlichen Schiefergrube am Bach vorbei führt, dir das Wasserrad der Daubisberger Mühle zeigt und Dich bis zum Schloss Schöneck blicken lässt.

Sagenhaftes Bodetal

Im höchsten Mittelgebirge Norddeutschlands, dem Harz, liegt das sagenumwobene Bodetal. Imposante Felswände, klare Wasserfälle und eindrucksvolle Brücken geben dem 10km langen Bodetal auch gerne den Spitznamen des "deutschen Grand Canyons". Zwischen Treseburg und Thale schlägt mit seinen 100m hohen Steilwänden das Herz der weitläufigen Schlucht. Die Bode selbst schlängelt sich mit lautem Getöse durch den tiefgrünen Mischwald des Harzes und wird immer wieder von Brücken überspannt. Eine wahrhaft wilde Natur mit frei lebenden Luchsen und wilden Ziegen ist dabei ebenso abenteuerlich, wie die spannenden Geschichten über Hexen und Teufel, die sich im Sagenharz erzählt werden. Sowohl von der Rosstrappe als auch vom Hexentanzplatz bietet sich Dir ein phänomenaler Ausblick auf das Tal und über die Wälder. Apropos Hexentanzplatz: Jedes Jahr in der Walpurgisnacht zum 1. Mai werden die Sagen um diese mystischen Wesen wieder lebendig.

Highlights im Bodetal:

Teufelsmauer bei Weddersleben: einzigartige Sandsteinformen in einem der ältesten Naturschutzgebieter Deutschlands
Bodetal Therme Thale: Wellness mit magischen Panoramablick
Treseburg und Altenbrak: zauberhafte Ortschaften mit Charme
Titan RT: Die spektakuläre Hängebrücke spannt sich über 458,5m direkt über das Bode-Staubecken und schenkt Dir in 100m Höhe neben Nervenkitzel auch einen sensationellen Ausblick auf da Bodetal.

GigaSwing: Wem die Hängebrücke Titan RT noch nicht genügend Adrenalin verschafft, stürzt sich am besten gleich direkt unterhalb der Brücke in die Tiefe. Natürlich bei einem der coolsten Pendelsprünge in ganz Europa.

Ivonne Bleeck

Freitag, 12.Juli 2019 | von Ivonne Bleeck

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Kommentare

  • Karin Baumbach am Freitag, 16.August 2019
    Toll, danke für die schönen Ziele. Wimbachklamm und Bodetal sind schon abgewandert...Rest wird auch noch erforscht😀
  • Tina am Freitag, 16.August 2019
    HALLO, kann man auch Hunde zu allen Schluchten mitnehmen?