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Entdecke die beeindruckendsten Altstädte in Großstädten

Historische Stadtkerne erzählen mannigfaltige Geschichten über längst vergangene Zeiten. Wohlstand und Niedergang, Freud und Leid sowie Aufbau, Verfall und Restaurierung sind in deren Gassen, Prachtstraßen und Plätzen, an Bürgerhäusern und Stadtpalästen abzulesen. Deutschland, wie auch seine Nachbarländer, verfügt über eine Vielzahl sehenswerter historischer Zentren, deren Ausstrahlung von romantischer Nostalgie bis hin zu pompöser Glorie reicht. Einige dieser architektonischen Meisterwerke und altertümlicher Geheimtipps stelle ich im folgenden Artikel mit dem Ziel vor, dir neue Inspiration für den Besuch der schönsten Altstädte in Großstädten zu vermitteln.

1. Nürnberg: Historisches Flair im neuen Gewand

Die während des Mittelalters reiche Handelsstadt Nürnberg wartet mit einer ganzen Reihe an prächtigen Bauten und altehrwürdigen Denkmälern auf. Historische Stadtkirchen wie St. Sebald, St. Lorenz oder die Frauenkirche begeistern mit ornamentaler Gotik, und der Henkersteg oder der Weinstadel gelten als besonders romantische Orte an der Pegnitz.

Nürnberg

Obwohl infolge des Zweiten Weltkriegs der Großteil der Nürnberger Altstadt zerstört worden war, wurden in den Aufbaujahren glücklicherweise die wichtigsten Sehenswürdigkeiten restauriert. Dazu zählt u.a. die beschädigte Stadtmauer. Diese gilt seitdem als Längste ihrer Art in Mitteleuropa und zählt zu den bedeutendsten Kunst- und Baudenkmälern Nürnbergs.

Die Kaiserburg auf einem Hügel oberhalb der Altstadt ist wohl eines der wichtigsten Wahrzeichen Nürnbergs. Der Besuch lohnt sich nicht nur wegen der famosen Aussicht über die Altstadt. Die Burg umfasst mit Burgkapelle, Sinwellturm, Burggarten, Vestnertorbrücke und Eimmart-Denkmal einen interessanten Komplex an bedeutenden Sehenswürdigkeiten in sich.

Insgesamt versprüht der alte Kern Nürnbergs mit Marktplätzen, alten Gassen und aufwendigen Fachwerkhäusern noch viel Mittelalterflair. Als Heimatstadt von Albrecht Dürer ist diesem meisterhaften und rätselhaften Maler natürlich auch ein Denkmal gesetzt worden. Sein einstiges Wohnhaus, das im 15.Jh. errichtet wurde, dient mittlerweile als Museum und zählt zugleich zu den am besten erhaltenen Bauwerken der Stadt.

2. Weimar: Zwischen Barock, Klassik und Bauhaus – Hinterlassenschaften der kulturellen Blütezeit

Die Wiege der ersten Demokratie Deutschlands ist für noch viele Kurzurlauber ein entdeckenswertes Reiseziel. Dabei bietet die berühmte Stadt in Thüringen ein überwältigend großes kulturelles wie geschichtliches Erbe inmitten einer beschaulichen Kulisse. Zur Altstadt zählen verschiedene Orte, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Grund hierfür sind hauptsächlich zwei kulturelle Bewegungen: Zum einen wurde hier im 19.Jh. die Weimarer Klassik geboren. Sie entstand, als die Dichter und geistigen Schwergewichte Goethe, Schiller, Herder und Wieland in der Stadt wirkten. Zum anderen wurde in Weimar 1919 die Kunstschule Bauhaus ins Leben gerufen, die u.a. Kunst und Handwerk zusammenführte und mit ihrer neuen Formensprache bis heute einen enorm prägenden Einfluss auf die Gestaltung unserer Welt ausübt.

Weimar

Weimar ist eine spannende Stadt, aber: Hektik triffst du kaum an. Die perfekte Voraussetzung also, um einen gemütlichen Stadtrundgang zu unternehmen und die schönsten Wahrzeichen zu erkunden. So erfährst du in den Museen in den beiden ehemaligen Wohnhäusern von Goethe und Schiller alles über das Leben der beiden Dichter-Genies. Museen wie das Neue Museum Weimar, das Deutsche Nationaltheater und die Staatskapelle Weimar, das Rathaus sowie das Stadtschloss sind weitere historische Prachtbauten ganz im Zeichen deutscher Hochkultur.

3. Heidelberg: Die alte Universitätsstadt – Attraktionen in der romantischen Stadt am Neckar

Das Gebiet der verträumten Universitätsstadt am Neckar war schon vor Jahrtausenden bei den Menschen des Altertums ein begehrter Siedlungsort, was wahrscheinlich aus dem angenehmen Klima und den fruchtbaren Böden resultierte. Im späten Mittelalter und in der Reformationszeit wurde Heidelberg als Handelsplatz zu einem wichtigen Standort. In Gestalt von Kirchen, Brücken oder Adelsresidenzen, die im Laufe der Jahrhunderte in der Altstadt errichtet wurden, nahm die Stadt ihr prachtvolles wie romantisches Erscheinungsbild an. Noch heute sind das barocke Stadtzentrum und das mächtige Stadtschloss im Wesentlichen unbeschadet.

So hat die Altstadt Heidelbergs eine Vielzahl an architektonischen Highlights zu bieten: So zählen das Karlstor und die stilvolle Alte Brücke neben dem Kurpfälzischen Museum zu den altehrwürdigen Bauwerken mit hohem kulturellem Wert. Eine ziemlich außergewöhnliche Attraktion ist der Studentenkarzer, bei dem es sich um ein ehemaliges Studentengefängnis für undisziplinierte Studenten handelt.

Diese und weitere Sehenswürdigkeiten der zauberhaften Altstadt überblickst du übrigens besonders gut von der Scheffelterrasse am Altstadtrand. Von ihr führt ein herrlicher Spazierweg zum Schloss Heidelberg mit Schlossgarten, dem riesigen Fass, dem Schlossgarten Hortus Palatinus sowie der antiken Bäderterrasse und dem Elisabethentor.

4. Trier – buchstäblich ein Urgestein der deutschen Städte

Trier darf den würdevollen und exklusiven Titel der ältesten Stadt Deutschlands tragen. Vor über 2.000 Jahren wurde diese vom römischen Kaiser Augustus gegründet. Während des Mittelalters etablierte sich die Stadt nahe Luxemburg im Westen Deutschlands als wichtiges Zentrum der katholischen Kirche. Nachfolgend entstanden exquisite Sakralbauten, die sich zu den bereits vorhandenen römischen Bauwerken gesellten. Zeugen dieser himmlischen Huldigung sind Gotteshäuser wie der Trierer Dom und die Liebfrauenkirche, die beide jeweils als ältester Dom Deutschlands beziehungsweise älteste gotische Kirche Deutschlands zählen. Entsprechend zählt die alte Moselstadt mitten im berühmten Weinbaugebiet zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Gutgehen ließen es sich die Bürger Triers übrigens von Anbeginn an. Zeugen davon sind die Kaiserthermen, die Barbarathermen, die Thermen am Viehmarkt und das Amphitheater. Diese faszinierenden Ruinen sind die Hinterlassenschaften genussbewusster wie fortschrittlicher Römer, was das uralte Erbe der Stadt deutlich macht. Rund um die historischen Plätze, Fachwerkhäuser und barocken Bürgerhäuser laden heutzutage urige Kneipen, stilvolle Kellerbars, vielfältige Restaurants und diverse Modeboutiquen zum Besuch ein.

5. Freiburg im Breisgau: Die ewige Studentenstadt

Kultur, Schönheit und Bildung waren stets die wichtigsten Attribute der Universitätsstadt Freiburg. So wurde die Albert-Ludwigs-Universität der Gemeinde am Rande des Schwarzwalds bereits im Jahre 1457 erbaut. Seitdem sorgt sie für einen steten Strom an Neuankömmlingen und ein pulsierendes Kulturleben. Freiburg zählt übrigens zu den sonnigsten Standorten Deutschlands – so macht der Besuch der Altstadt gleich doppelt soviel Freude.

Freiburg

Das historische Zentrum hat seinen mittelalterlichen Charme über die Jahre erhalten. Entspannte Spaziergänge durch die verschlungenen Gässchen offenbaren dir dabei historische Bauten wie das charakteristische Schwabentor samt Turm und die umliegenden Fachwerkshäuser. Eine ganz spezielle Sehenswürdigkeit ist das Freiburger Bächle, ein mittelalterliches Kanalsystem: Es befördert das kristallklare Wasser aus der Dreisam durch die meisten Straßen der Altstadt. Ein sommerlicher Besuch der vielen Straßencafés bei einem Espresso und mit den Füßen im frischen Nass wird so zum außergewöhnlich angenehmen Erlebnis.

Unterwegs schmücken hohe Torbögen, gotische Hausfassaden und weitere Attraktionen wie das Colombischlössle, der Bertoldsbrunnen, das Alte Rathaus, die gotische Kathedrale von Freiburg oder die Alte Wache die Innenstadt. Die Wache wurde übrigens einst als Militärbastion erbaut und erfreut heute als Haus der Badischen Weine die Gaumen von Sommeliers und Liebhabern edler Tropfen aus Baden-Württemberg.

6. Bremen: Mit den Stadtmusikanten auf Tuchfühlung

Die Bremer Altstadt könnte zum Rest der Stadt unterschiedlicher nicht wirken. Während vielerorts moderne Bürotürme in die Höhe ragen, ist der alte Stadtkern zwischen der Weser und den begrünten Wallanlagen des Wallrings mit seinem mittelalterlichen Charakter weitgehend erhalten. Im historischen Zentrum ragen die spitzen Türme des reich verzierten St. Petri-Doms am Marktplatz in die Höhe und prägen so die typische Silhouette Bremens. Als Ausgangspunkt für interessante Entdeckungen ist der Dom wie prädestiniert, ist das nahe Umfeld doch gespickt mit geschichtsträchtigen Brunnen und Skulpturen.

Wohl die berühmteste aller Skulpturen ist die Bronzestatue der bekannten Bremer Stadtmusikanten, die sich zwischen dem Markus-Brunnen und dem Bremer Rathaus befindet. Das Rathaus gilt als eines der schönsten Rathäuser Deutschlands und gehört wie auch die Rolandstatue auf dem Marktplatz zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im historischen Stadtkern der Freien Hansestadt und des Zwei-Städte-Staates Bremen liegt auch das Schnoorviertel – das älteste Viertel der Metropole. Eingehegt von den typischen, hohen Bürgerhäusern dominieren hier liebevoll gestaltete Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16.Jh., enge Gassen und autofreie Zonen. Kleine Kunsthandwerkstätten sind hier besonders oft vorzufinden und garantieren attraktive Entdeckungen.

7. Salzburg: Besuch bei Mozart 

Auch unsere südlichen Nachbarn schmücken sich mit architektonisch meisterhaften Altstädten. Salzburg, die Heimatstadt Mozarts, fällt dabei besonders ins Auge. Das historische Zentrum ist eine der UNESCO-Welterbestätten Österreichs und liegt direkt am Flusslauf der Salzach. Es versteht sich von selbst, dass Mozart – Musikgenie und für viele einer der ersten „Rockstars" der Geschichte – in der Stadt an der deutschen Grenze allgegenwärtig ist. So sind dessen Geburtshaus, der Mozartplatz oder der Mozartsteg nur drei von diversen Sehenswürdigkeiten und Museen, die sich ganz dem großen Künstler verschrieben haben.

Doch Salzburg hat noch viel mehr zu bieten: Pittoreske Plätze laden mit ihren Straßencafés zum Bummeln ein, während die historischen Stadthäuser eine prunkvolle Aura verströmen. Der Salzburger Dom zwischen Residenzplatz und Kapitelplatz ist eines der wichtigsten barocken Wahrzeichen der Altstadt. Vom Hausberg – dem Kapuzinerberg – im Osten oder der erhabenen Festung Hohensalzburg südlich des Stadtkerns genießt du einen wunderbaren Ausblick über die stattlichen Fassaden, Kirchen und Türme Salzburgs. Ein kleiner Tipp nebenbei: Wenn du im Juli oder August reist, solltest du dir die Salzburger Festspiele nicht entgehen lassen.

8. Wien – Stimmungsvolle Donaumetropole

Ein weiteres österreichisches Juwel ist die prachtvolle Hauptstadt Wien. In deren historischem Zentrum erwarten dich Museen und Opern, glanzvolle Bälle und erstklassige Theateraufführungen. Die dazu passende Kulisse bildet die Altstadt Wiens mit ihren Bauwerken aus insbesondere dem Barock, dem Klassizismus und der Gründerzeit. Konzentriert wie der Zuckerguss auf der Sachertorte geben sich ikonische Sehenswürdigkeiten aller Stilrichtungen ein regelrechtes Stelldichein mitten in der altehrwürdigen Metropole: So zieht der gotische Stephansdom dank seiner schieren Macht und seinen feinst ausgearbeiteten Ornamenten neben weiteren Highlights wie der Ankeruhr, dem Museum Judenplatz oder der Kaisergruft die Blicke aller Besucher auf sich.

Wien

Für Kultur- und Architekturfans hat Wien, das Anfang des 20.Jh. gleichberechtigt in einer Reihe mit Hauptstädten wie London und Paris stand, enorm viel zu bieten: Opulente Alleen und adrette Parks wie der Stadtpark sorgen neben typisch wienerischen Kaffeehäusern für Entspannung und Genuss. Die Sehenswürdigkeiten der Inneren Stadt lassen sich übrigens besonders gut mit dem Fiaker erkunden. Dabei handelt es sich um eine zweispännige Lohnkutsche, wie sie charakteristisch für Wien ist und von einem traditionell gekleideten Kutscher gelenkt wird.

9. Danzig: Hier verschmilzt Ost und West

Das historische Zentrum Danzigs darf auf meiner Liste natürlich nicht fehlen. Eine Besonderheit Danzigs ist, dass es sowohl über eine offizielle Altstadt verfügt als auch das Viertel Rechtstadt beherbergt, das älter als die Altstadt ist und auf die meisten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten verweist. Diese liegen nahe beieinander und können gemütlich per Spaziergang besucht werden.

Danzig

Schmuckvolle Bauten wie das Rechtstädtische Rathaus, der Neptunbrunnen, der Artushof oder die Schwanenbastei triffst du hier an. Besonders empfehlenswert für deren Besichtigung ist der Spaziergang auf dem Königsweg. Er führt im Westen vom Hohen Tor durch das Goldene Tor, das Langgasser Tor und anschließend über den Langen Markt zum Grünen Tor im Osten. Ein Tipp ist auch die mächtige Marienkirche in der Rechtstadt. Von ihr aus genießt du einen fantastischen Blick über die hanseatischen Bürgerhäuser, Kirchen und Gassen.

Auch Danzig erlitt während des Zweiten Weltkrieges Verluste, wurde aber weitgehend wieder original aufgebaut. So begleitet dich beim Schlendern durch die Altstadt stets der Zauber der alten Tage. Wenn du dich für die Schifffahrt interessierst, ist die ehemalige Hansestadt und heutige kreisfreie Stadt übrigens ebenso eine hervorragende Wahl: Sie beherbergt mehrere Werften und den wichtigsten Seehafen Polens. Die alten Hafenanlagen befinden sich meist an der Mottlau. Das berühmte Krantor oder das Nationale Maritime Museum sind dabei zwei der wichtigsten maritimen Ikonen.

Weitere tolle Altstädte – und warum sich deren Besuch lohnt

  • Frankfurt am Main: Früher glänzte die Frankfurter Altstadt mit rund 1250 Fachwerkhäusern aus dem Mittelalter. Stellenweise wurden diese wunderschönen Gebäude nach dem Krieg – besonders um den Römerplatz – wieder restauriert und erlauben dir das Eintauchen in längst vergangene Zeiten.
  • Luxemburg:  Die Hauptstadt des gleichnamigen Landes und Kulturhauptstadt von 2007 überzeugt mit einem tollen Mix aus Museen, der Festung von Luxemburg, Kirchen, Plätzen und einem hochwertigen Nachtleben. Die historischen Bauwerke verhalfen der Altstadt zur Aufnahme in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes.
  • Kopenhagen: Der historische Kern der Hauptstadt Dänemarks empfängt dich neben vielen imposanten Bauwerken wie dem Schloss Christiansborg auch mit sehr guten Möglichkeiten zum Shopping. Auch der weltberühmte Tivoli-Vergnügungspark liegt nur einen Block entfernt.
  • Bern: Der historische Kern der Schweizer Hauptstadt gehört ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe und wird auf natürliche Weise von der Aar eingehegt. Die schmucke, aber relativ überschaubare Altstadt zeichnet sich durch überdachte Passagen aus, entlang derer massive Steinbögen die Häuser darüber tragen. Hier findest du tolle Läden, Bars und Restaurants. Der Berner Münster überragt als Kathedrale die dicht gebauten Stadthäuser und gilt als imposantes Wahrzeichen der Bärenstadt.

Alexandra Güdokeit

Donnerstag, 19.März 2020 | von Alexandra Güdokeit

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